SUNRIDERS IN DER UNSCHLAG-BAR

HANNOVER:
Ausgelassene Stimmung & COUNTRY MUSIC LIVE
Da merkt man schon, dass man wieder ‚zu Hause‘ ist, zuhause in einer Music Szene, die nun schon seit mehr als 20 Jahren zu unserer zweiten Heimat geworden ist.
Als wir kurz nach 19 Uhr dort auftauchten, hatten die SUNRIDERS gerade begonnen. Und pfiffig, wie unser Info-Partner JOCHEN BRENNECKE, der uns überhaupt erst auf die Location unter neuem Namen aufmerksam gemacht hat, ist, empfing er uns schon am Eingang, um uns hinein zu lotsen in dieses Etablissement, dass wir in all den Jahren erst ein Mal, jedoch noch nie zu einem LIVE CONCERT, betreten hatten.
Freundliche Begrüßung durch die Lady am Einlass, dann, die Bühne links liegend lassend, klangen schon recht vertraute Songs an unserer Ohren, wie z. B. BLUE HOTEL von CHRIS ISAAK. Sofort kamen Erinnerungen auf an unsere große Tour zusammen mit Freunden auf der ROUTE 66 ab Chicago bis zum Zielpunkt, dem SANTA MONICA BEACH in LOS ANGELES. Oder z. B. auch BATON ROUGE. Auch dort sind Gundula und ich im Rahmen einer weiteren Reise, diesmal durch den amerikanischen Süden, bereits gewesen. Und dort in Baton Rouge (aus dem Französischen übersetzt etwa: roter Stock), der Hauptstadt von LOUISIANA, setzte sich Gundula zum 1. Mal in ihrem Leben in ihrem rose-farbenen wunderbaren Sommerdress auf eine HARLEY. Was für ein Gefühl, und welch ein Anblick. WOW!
Doch erstmal weiter ging‘s hinein in den nach hinten sich immer mehr verjüngenden Gastraum, an den sich übrigens der Weg zu weiteren Räumlichkeiten (z.B. SKY-Sport) anschloss. Gleich vorne vor der Bar lernten wir auch die neue, junge Chefin kennen: LENA LEACH. Auch sie freundlich, aufgeschlossen, locker, einfach gut drauf! Und umsichtig. Kurze Frage, was wir denn trinken wollten und wenige Augenblicke später standen die frisch zu bereiteten Getränke auf unserem Bistrotisch, an dem Jochen vorsorglich für uns zwei Plätze frei gehalten hatte. Immerhin hatten wir dort Gelegenheit, uns ein wenig zu unterhalten und natürlich einiges Neue aus unserer Szene zu erfahren bzw. auszutauschen. Und wie immer hatte er auch bereits ein Poster der SUNRIDERS inklusive Autogrammen für mich ‚ergattert‘!
Die Pause nach dem ersten Set nutzte ich natürlich sofort, um auf die Protagonisten, von denen ich einige sofort erkannte (und sie mich im übrigen ebenfalls). zuzugehen Ein Band-Mitglied war zwischenzeitlich ausgeschieden. Neu dabei ist die Sängerin, BRITTA RIEBLING!
Die SUNRIDERS – sahen fast so aus wie vor rund 13 Jahren, als ich selbst noch meine Künstleragentur COUNTRY CONTACT hatte und sie ein/-zweimal hatte verpflichten können. In insgesamt mehr als vier Jahren haben Gundula und ich damals rund 200 Live Veranstaltungen gemanagt. Immerhin!
Die vier Herren heute Abend hier sind:
JOCHEN SCHMIDT, Leadgitarre, Leadgesang & kreativer Kopf;
BURKHART KINDEL – er ist später dazu gekommen: Akustik- und E-Gitarre, sowie backvocals; hat sich bestens eingelebt.
WOLFGANG FRICKE, Schlagzeug; er gibt nach wie vor exakt den Takt vor – brilliant, und last not least:
BERND ALEX, Bass-Gitarre und ‚die‘ absolut verlässliche super COUNTRYSTIMME!
Tja, und dann ging’s auch schon in die zweite von insgesamt drei Runden. Ich denke mal, das war den Öffnungszeiten dieser BAR geschuldet. Die nämlich sind dort jeweils bis 23 Uhr. Finde ich persönlich übrigens klasse. So waren wir zwei dann auch – nach einem zuvor recht anstrengenden Tag überhaupt - froh, dass wir noch vor 24 Uhr in den Betten lagen!
Auch das zweite Set also hatte es in sich. Songs wie PINK CADILLAC, TWO MORE BOTTLES OF WINE, CAN’T WAIT UNTIL TONIGHT, A LITTLE MORE COMFORTABLE, SIX DAYS ON THE ROAD usw. usw.
Einen Song allerdings haben wir verpasst: TULSA. Hätt‘ ich echt gerne gehört . . . aber der folgte erst im dritten Set. Vielleicht beim nächsten Mal? Unbedingt! Vielleicht ja sogar hier in der UNSCHLAG BAR in der Schlaegerstr. 1 ganz nahe am AEGI, mitten in der Landeshauptstadt Hannover:
LIVING ON TULSA TIME
LIVING ON TULSA TIME
LIVING ON TULSA TIME . . .
WHERE PEOPLE ALL LIVE SO FINE.
Auch da kommen Erinnerungen auf, z. B. als wir die Grenze von Texas nach New Mexico überquerten und es mit einer wunderbar liebenswürdigen Grenzbeamtin im dortigen Besucher-Zentrum zu einem langen Gedankenaustausch kam! Memories are made of this; genau das ist unsere, Gundulas und meine, Welt. Und damit ein fester Bestandteil unseres gemeinsamen Lebens geworden - bis heute!
Bei einem Blick auf ihre Setlist fiel mir noch auf, dass die Sunriders als Zugabe u. a. den Song Luckenbach, Texas geplant hatten. Aber da waren wir ja schon auf dem Heimweg. Na, das wär’s ja noch gewesen. Dieses Nest LUCKENBACH, TEXAS im HILL COUNTRY wurde von einer deutschen Farmerfamilie gegründet. Mit gerade einmal 13 Einwohnern. Später erhielt es sogar ein POST OFFICE, und ein gewisser WILLIE NELSON machte es viel später zu einem in der ganzen Country Music World bekannten Ort, an dem, einem ‚on dit‘ zufolge auch heute noch rund ums Jahr entsprechende Feste oder Festivals stattfinden.
Und hier noch eine allerletzte Info: überall in dieser ‚unschlag- baren‘ Lokalität heute hängen an den Wänden bereits Poster von Bandauftritten in der kommenden Zeit. Ladies & Gents: es lohnt sich einfach. Es scheint, dass alles was in unserer hannöverschen Country Music Szene Rang und Namen hat, im Laufe des Jahres 2020 dort auftreten wird. Da scheint LENA, die neue Chefin, ein gutes Händchen – schon jetzt – bewiesen zu haben. Freuen Sie sich drauf, liebe Leser- und Leserinnen.
Ach, so: und getanzt wurde natürlich auch - recht viel sogar. Pssst: einmal, als ich gerade ein Foto direkt vor der Bühne gemacht hatte, legte sich mir von der Seite ganz zart eine Hand auf die Schultern: und Gundula verführte mich zu einem Tänzchen, ganz liebevoll und schmusig.
Fotos & Bericht: Wolfgang J. S. Weiher