LIVE MUSIC OPEN AIR AN DEN STRÄNDEN DER OSTSEE

Ein vielleicht etwas ‚verrückter‘ Reisebericht:
Sommerliche Tage mit viel LIVE MUSIC an heißen Stränden
Wenn ich so zurückschaue auf das ganze Geschehen, dann sollte ich doch besser gleich einen mehrteiligen Bericht anlegen zu all dem, was Gundula und ich so erlebt haben während dieser wunderbaren, anfangs sehr warmen, später jedoch heiß und heißer werdenden Tage an den Küsten der BALTIC SEA, der Ostsee also. Gesagt, getan! Ich habe ihn daher in sechs Kapitel eingeteilt, okay? Und zu den sonstigen quasi reingerutschten Reminiszenzen: liebe Leserinnen & Leser, bitte haben Sie ein wenig Verständnis für diese kleinen Eskapaden. Sie werden sicherlich auch dran ihren Spaß finden. Danke!
Hier also KAPITEL I:
WISMAR: IT MATTERS

Schon da gab es eine einschneidende Veränderung. Wir machten einen Zwischenstopp in der alten Hansestadt WISMAR, wohnten jedoch nicht direkt im Zentrum am Marktplatz, wie schon einmal, als ich dort den charmanten Commissario TIMMERMANN aus der TV Produktion SOKO WISMAR begrüßen konnte, sondern knapp zehn Minuten von dort entfernt Richtung Stadtrand und Hafen. Nach dem Einchecken ‚unter Corona-Bedingungen‘ kurze Besichtigung des sehr freundlich gehaltenen Frühstücksraumes (natürlich auch hier mit Pfeilen auf dem Boden und weiteren Verhaltensmaßregeln wie ‚Abstand wahren‘ usw.) stellten wir unser Fahrzeug hinten auf dem offenen Hof ab, zu dem man allerdings nur kam, wenn man an einer automatischen Schranke vorher einen besonderen Code eingegeben hatte. Wir hatten!
Und dann machten wir uns auf einen allerersten Erkundungsgang. Ziel u. a. war das legendäre Hotel-Restaurant NEW ORLEANS. Zuvor allerdings wurde ich auf ein Plakat aufmerksam, dass heute, genau jetzt um 19 Uhr, eine besondere Performance bieten sollte. Motto: IT MATTERS. Na, wer hatte davon nicht seit Wochen aus den TV Programmen der USA aus unseren Medien gehört?
Hier in Wismar hatte sich der Verein JAUXI! Entertainment e.V. eine vielseitige Präsentation zum Thema BLACK LIVES MATTER im Zusammenhang mit der Bewegung für Werte wie Toleranz und Menschlichkeit angelegt. Rund 100 Jugendliche eines gemeinnützigen Vereins hatten akribisch aus Liebe zur Musik hier und heute ein umfassendes Programm mit viel Engagement auf die Beine, äh, Bühne, gestellt. Und zu unserem Erstaunen: der große weitläufige Innenhof (Foto) nahe dem Hafen war? Genau: er war AUSVERKAUFT. Mit Abstand, versteht sich, grandios!
Alle Sängerinnen und Sänger, die Tänzer, voran die Tanzschule Wollgast aus Wismar, weiter viele jugendliche Künstler/innen waren dabei, aber auch atemberaubende Akrobatik (z. B. mit CONCRETE 3). Nach dem Motto ‚Raus aus der Komfortzone‘ gab es mit Gästen aus Kiel Einblicke in deren Welt des Urban Dance oder auch HipHop. Das Ganze ein völlig überraschendes Event – so im Vorbeigehen ‚mitgenommen‘. Dank an die Veranstalter, dass man uns als Vertreter der Country Music Szene hier hereingelassen hatte. Wie gesagt: das Open Air Concert an diesem Abend war seit langem ausverkauft gewesen. Einige junge Gäste hatten sich noch einen Platz hoch oben auf einem Dach ‚erklettert‘; genial!
Alles in allem eine spektakuläre Präsentation mit viel Live Music – hatte sich einfach so ergeben, quasi im Vorbeigehen. Auch aus meiner Sicht als ‚älteres‘ Semester: ein starker Auftritt!
KAPITEL II:
RUNDGANG RICHTUNG HAFEN – Ziel ist das legendäre NEW ORLEANS

Wismar ist Hafenstadt, kann man nicht übersehen. Unter den vielen einzelnen Häfen tatsächlich auch ein Kreuzfahrt Terminal. Zwei große Pötte lagen dort gerade. Wir waren jedoch auf der Suche nach kleinen Fischkuttern, die direkt vom Schiff aus ihre legendären Fischbrötchen der unterschiedlichsten Art im Angebot hatten. Da es schon ‚spät‘ an diesem Sonntag war, schließlich wollten die Fischer an solch einem Tag auch mal Feierabend machen, ja, so gegen 18.30 Uhr, erwischte Gundula gerade noch ein leckeres von der Sorte ‚Butterfisch‘!. Ich durfte auch mal, ich meine, einmal, davon abbeißen. Danke, mein Schatz.
Also gingen wir die paar Schritte weiter Richtung NEW ORLEANS. Vielleicht hatte man dort heute Abend ja mal wieder LIVE MUSIC. Leider, Pech gehabt. Laut Terminplan war die nächste Live Mucke für Samstag, den 19. September, angesagt. Erst im November zum HAPPY THANKSGIVING mit traditionellem Truthahnessen vom Buffet soll es wieder Live Music nach unserem Geschmack geben mit einem Auftritt von JOE GREEN (Vocal & Guitar). Hoffen wir, dass die jüngste Entwicklung der aktuellen Coronafälle da nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht!
Einmal vor Jahren hatten wir schon mal im New Orleans übernachtet und das hervorragende ‚Brunchen im New Orleans‘ im Rahmen der Aktion GOOD MORNING WISMAR genießen können. Alles nach Originalrezepten aus eben dieser wunderbaren Stadt in Louisiana zubereitet . . . Und das Interieur? Animierend und überzeugend; wir kommen gerne noch ein viertes Mal hierher.
KAPITEL III:
Am darauf folgenden Sonntag starteten wir – für unsere Verhältnisse – recht früh. Gegen 8.30 waren wir bereits wieder ‚on the road‘! Und folgten dabei nicht unserem ursprünglichen Plan, über Rostock, Ribnitz-Damgarten, Stralsund und Bergen nach Binz zu fahren, sondern hatten uns nach neuen Infos und Überlegungen für den Weg auf der A 20 über und das ‚berüchtigte‘ TRIBSEES zu fahren. Und, was soll ich sagen: es war haargenau die absolut richtige Entscheidung. Okay, Tempobeschränkung schon 3 bis 4 Kilometer vorher: von Tempo 160 runter auf 120, 100, 80, 60 und dann ging es (aber wirklich nur ein wenig und recht kurz) über die ‚Holperstrecke‘. Danach folgte ein Teilstück, das aussah wie auf der ROUTE 66, wie ich diesen Abschnitt einmal nennen möchte: mit einem typisch bräunlichen Belag wie auf der Original-Route 66 in den USA! Die sind wir nämlich irgendwann auch einmal von CHICAGO startend bis zur SANTA MONICA BEACH in LA gefahren. Danach gab es allerdings hier über mehr als 20 Km noch einen Regenguss 1. Klasse. Kaum Sicht - und Tempo 40 war da gerade angemessen . . .
Und so ging es an Grimmen West und Grimmen Ost vorbei. Allerdings nicht über die Brücke über den Strelasund, sondern vorher bei Reinkenhagen rechts ab Richtung Stahlbrode zur Autofähre Richtung Glewitz parallel zum Greifswalder Bodden (mein Herr Papa hat dort in Greifswald studiert). Übrigens, der GREIF, dieses Fabeltier, ist zum Wappentier ganz Pommerns geworden. Die letzten wenigen Kilometer auf der legendären Alleenstraße (Foto!) Richtung Putbus (von dort kommt mein langjähriger Freund Hasso, Schützendorf, leider verstorben, damals der ‚AUTO-KÖNIG VON MALLORCA‘ genannt. Auch Gundula hat ihn noch kennengelernt, auf seiner Finca in SON SARDINA, wenn er zum Beispiel mit seiner Rolex, die an seinem Armgelenk baumelte, die Straußenvögel durch die Geräusche, die beim Schütteln des Handgelenks entstanden, an die Mauer heranlockte. Irre, einfach irre schön und eine wunderbare Zeit damals Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger Jahre. Er Skorpion wie ich – wir verstanden uns also vom ersten Moment an, obwohl er ein paar Millionen mehr als ich auf dem Konto hatte – smile. Okay, ich merke gerade, da muss ich ein wenig ausführlicher werden, okay?!
Also: Kurzer Aus-Flug rüber auf meine allererste Lieblingsinsel MALLORCA -über 30 Jahre hinweg
Also: Eines Tages hatte er, HASSO also, zu sich auf die Terrasse eingeladen. Ich glaube, es war Nikolaus. Da war unter seinen illustren Gästen auch eine Lady ELGA JACOBI-BAILEY. Damals um die 80. Elegant, aufmerksam, kunst-interessiert. Sie wurde zu meiner Förderin in der Kunstszene dieser Insel und machte mich auf jeder Vernissage mit all den illustren Gästen bekannt. Wenn sie mich schon von weitem erblickte, rief sie ganz ungeniert quer durch den Saal: ‚Wolfgang, mein Wolfgang, komm doch mal bitte rüber‘. Da sie bei solchen Gelegenheiten immer einen leuchtend roten Hut mit breiter Krempe trug, fiel sie damit sofort auf; und ein Teil der Aufmerksamkeit fiel natürlich auch auf mich! Ich wusste gar nicht, wie mir geschah. Es dauerte also nicht lange, und ich durfte meine eigenen Werke (Zeichnungen und Collagen) schon früh in der ein oder anderen Galerie (z. B. in der Galeria Sotterani in Manacor) wie auch in Palma bzw. im inselweit bekannten Kunstzentrum CENTRE D’ART SINEU im Herzen der Insel ausstellen. Dazu muss man wissen, dass ich dort als Nicht-Resident einer von ganz wenigen war, die überhaupt teilnehmen durften. Absoluter Wahnsinn, wenn ich darüber jetzt beim Schreiben so nachdenke…! Auch noch: eines meiner Werke wurde dort übrigens von einem Herrn Dr. Helmut Kohl aus Good Old Germany erworben . . .Geht’s noch??? Und HASSO selbst? Er wollte mir sogar ein eigenes Atelier in DEIJA einrichten, in diesem illustren Bergdorf, auf dessen dem Himmel so nahen hoch gelegenen Friedhof – so war es mein Wunsch damals gewesen – ich eines Tages auch beigesetzt werden wollte . . .so, das soll genug sein; vom ‚Ausflug‘ zurück nach Binz
KAPITEL IV: ANKUNFT IN BINZ
Wir sind angekommen an der Strandpromenade in Binz, in der PENSION HAUS COLMSEE; einem typischen Bau der pommerschen Bäderarchitektur aus dem Jahre 1902. Zum Sandstrand sind es durch die Dünen kaum 100 Schritte. Ehemals als Haus für eine bedeutende Kaufmannsfamilie erbaut, wurde es bereits 1920 wieder verkauft. Schon ein Jahr später erhielt es nach einem Umbau den Namen HOTEL PENSION COLMSEE mit 15 Ferienzimmern. Auch heute hat das Haus wieder 15 Zimmer. Jeweils nach allen vier Seiten hin. Unseres im 1. Stock hatte nach Wiederaufbau der stählernen Balkone von dort sogar einen direkten Blick auf die Ostsee. Auch, wenn es ‚Mampes Gute Stube‘ im Erdgeschoss nicht mehr gibt: wir fühlen uns Jahr um Jahr dort immer wieder sehr, sehr wohl. Heute muss es also nicht unbedingt Mallorca sein oder die Südsee oder die Karibik: dies hier ist nämlich meine Heimat, in der ich geboren bin – aber das ist nun (schon) wieder eine andere Geschichte. Ja, ich will dankbar sein mit meinem Schicksal, trotz so mancher Momente, wo es auch versuchte, mir einen Streich zu spielen-leider hin und wieder auch mit Erfolg.
KAPITEL V: MUSIKALISCHE HIGHLIGHTS AM BINZER BEACH


Es galt also, herauszufinden, was es in dieser vor uns liegenden Woche an Aktionen und vor allem an Live Music gab. Wir wurden schnell fündig. Gleich am ersten Abend nämlich hörten wir Musik. Direkt unterhalb des Zugangs zur Seebrücke. In einer Open Air Strandbar am Abgang 15, so nennt man in Binz die Wege, auf denen man durch die Dünen sicher zum Strand gelangt. Im großen, gemütlich von gelb-grünen Strandkörben umgebenen Rund (Foto), fast wie eine echte brasilianische Bar (von den Getränken her passte das schon mal genau –smile), im Sand also mit Blick über die Ostsee hinweg, saß ein Künstler, der COUNTRY konnte. Natürlich auch manches andere: RON BEITZ. Die Stimmung rundherum war prima, halb links die Strandbar selbst mit allem Trinkbaren, dass das Herz begehrt. Nur nicht mit einem zarten spanischen Brandy wie Ciento Tres. Genau danach war mir gerade zumute. Die Mannschaft drinnen arbeitete flott, sodass die Schlange nie zu lang wurde. Allerdings: kürzer wurde sie auch kaum. Der Service war freundlich und ich kam auch bald mit Betriebsleiter KARSTEN WULFF ins Gespräch. Vermittelt hatte das eine junge Lady, die wir auch später in der Woche bei der einen oder anderen Veranstaltung im Rahmen der Barfuß-Konzerte am Strand ganz in der Nähe immer mal wieder sahen oder trafen: JULIA OUTCHINNIKOVA von der veranstaltenden Kurverwaltung Binz.
Hier und heute hatte sie wenig Arbeit. Allerdings nahm sie von allen Gästen die Anschriften auf. Musste wohl. Der Künstler (Foto: mit Reporter von COUNTRY MAG) selbst hatte alles und alle im Griff und wollte nach zwei Stunden live Music fast immer noch nicht aufhören. So ähnlich, wie er mir nach dem Konzert erzählte, wie damals in den Neunziger Jahren: zum Beispiel mit den LEMON BOYS als ‚RONA & THE LEMONBOYS, mit Rundfunkproduktionen wie ‚DIE WILDEN JAHRE‘ und in den ‚NULLERjahren‘, wie er sie nannte, dann z. B. ab 2000 als Duo NIMM 2 usw. usw. Als ich ihm dann offenbarte, dass ich für COUNTRY MAG schreibe, dem Online Magazin, Nachfolger der Printausgabe der WESTERN MAIL, da hatte er sofort eine echt gute Erinnerung parat: ‘Ihr seid von der WESTERN MAIL ???. Mann, die haben mich schon damals in 1995 gesponsert!!!‘ Dieses Kompliment gebe ich hiermit gerne an Dich weiter, lieber Kai.
Ich war – natürlich – echt baff und schon waren wir beim ‚Du‘. Heute lebt er hier in Binz, und allein im Monat August sollte er noch rund fünf weitere Auftritte haben. Einen davon sogar im GRAND HOTEL BINZ gleich gegenüber dem Haus COLMSEE, in dem wir logierten und das Angebot unseres Hauses (wg. der Pandemie) genutzt hatten, dort im GRAND unser täglich nicht alltägliches Frühstück einzunehmen. Alles top wunderbarer Service, aber auch hier galt: mit Maske bis zum Tisch, am Tisch selbst konnte diese dann abgenommen werden, jedoch auf dem Weg zum Buffet? Genau, wieder Maske auf. Schon schrill diese C-Zeit!
Natürlich spielte RON auf Wunsch oder auch auf Zuruf den ein oder anderen Country Song; klar dass da auch z. B. einer der ganz Großen, JOHN DENVER, zu hören war. Und: viele der jungen wie auch älteren Gäste sangen begeistert mit, mit Abstand und an der frischen Seeluft und nackten Füßen im Sand. Werd‘ ich, sorry, werden wir, Gundula und ich, so schnell nicht vergessen . . .Vielleicht sogar der allerschönste Gig von allen, auf jeden Fall von der Stimmung her und der Atmosphäre insgesamt, in der Mitte mit einem großen Feuertopf, der gerade angemacht wurde, an einem herrlichen hochsommerlichen Abend an der Ostsee!) – in meiner Heimat Pommern!
An einem anderen herrlichen Sommerabend – diesmal direkt bei uns vor der Haustür des Hauses der PENSION COLMSEE (keine hundert Meter entfernt), aber natürlich auch wieder direkt am feinen breiten und gepflegten Strand war ein Aufsteller, diesmal Abgang 7, der uns aufhorchen ließ. Da standen dann tatsächlich mehrere Fahrräder mit Sack und Pack (Foto oben). Man kommt also auch mit dem Fahrrad hierher auf Deutschlands wohl schönste Insel. Also, da stand zu lesen: MOTHER’S PRIDE (Old Time Music/American Folk) (Foto), das mag für sich sprechen: die Herzen schmolzen schon beim Erklingen der ersten Töne dahin. Zunächst eben als Duo (dann auch mal zusammen mit ihrer Chefin im Trio; sie saß dabei anfangs bis zu ihrem Auftritt als Trio meistens im Sand, fotografierend bzw. mit dem Smartphone agierend): Singer/Songwriterin MARIE-LUISE GUNST.
Wie gesagt, das DUO MOTHER’S PRIDE waren: an der Gitarre, am Akkordeon und am Gesang, SUSANNA WÜSTNECK zusammen mit GUENTHER LEIFELD-STRIKKELING, Dobro & Gesang mit Songs wie z. B. I‘D JUMP THE MISSISSIPPI, KENTUCKY WALTZ, MY OLD CHEVY VAN oder auch YOU ARE MY SUNSHINE, ein Song, den wohl ein jeder mitsingen kann: CONGRATULATION! – einfach zum Träumen. Super! Klasse! Wir ließen uns von dieser Musik einfangen und genossen diesen wunderbaren Abend mit dieser großartig vorgetragenen Live Music. Und als es dann doch allmählich dunkel wurde, hatte man von dort einen wunderbaren Blick Richtung Seebrücke, malerisch mit einem Dreimaster(Foto). Kann es noch schöner sein???



An anderer Stelle, zu anderer Zeit, gab es ein Wiedersehen mit TIMO PANKAU (zu sehen auf dem Poster, Foto), diesem charmanten jungen Weltreisenden in Sachen Musik, mit dem ich hier und heute gar nicht gerechnet hatte: gleich vorne vor dem Zugang zur Seebrücke.
Wir beide aufeinander zugehend und anstimmend: ‚Dich kenne ich auch irgendwo her‘ . . .Kurzer Smalltalk gerade noch nach dem Ausklang des letzten Songs, ein herzliches Lachen auf beiden Seiten und ’Mein Kumpel muss gleich noch nach Kiel‘; und schon packten sie ihre sieben Sachen und husch . . . war das nur ein Spuk . . . oder Wirklichkeit?! Schon ein kleines Wunder, in der Tat. TIMO, ich hoffe, wir sehen uns ein drittes Mal, all the best to both of You! Vielleicht beim Lauschen ‚SOUND OF THE OCEAN‘ (einem Song von TIMO) irgendwo auf der weiten Welt . . .
Ach, bevor ich es vergesse: da war noch ein Augen-Blick, fast ähnlich wie mit TIMO. Da bewegte sich eine Art Fabelwesen mitten im Publikum mit all seinem ‚Geschirr‘, auf dem Kopf, an den Armen, Ellenbogen und Füßen und auf dem Rücken die große Pauke: am Ende der Fußgängerzone, genau auf dem letzten Kreisel bevor sie zur Seebrücke führt: vor allem natürlich für die Kinder: ULF, einfach ULF-TODE.DE. Ohne ihn geht an solch einem Sommertag hier am Ende der Hauptstraße in Binz ja nun wohl gar nichts, oder? Glückwunsch an diesen Bummler zwischen den (musikalischen) Welten. Da muss ich, wo immer ich ihn sehe oder treffe, einfach stehen bleiben, lauschen, lächeln. Was gibt es Schöneres? Manchmal ergab sich auch schon ein Smalltalk. Die ganz, ganz gute Laune kommt dabei ganz von alleine. BRAVO und auch von mir hier ein herzliches DANKE SCHÖN für Deinen weltweiten Einsatz zur Freude aller, verehrter Maestro!
KAPITEL VI: DA WAR DOCH NOCH ETWAS???
BLUE WAVE BLIND DATES mit dem PUGSLEY BUZZARD TRIO, Freiluft-Konzert mit THE BIG VOICE FROM DOWN UNDER, PUGSLEY BUZZARD also, sowie TOBI FLEISCHER (bass) und BLUE WAVE FESTIVAL GRÜNDER MICHA MAASS am Schlagzeug. Ein echt starker Auftritt. Das Konzert fand auf dem weiten Kurplatz mit Blick auf die Ostsee statt, war eintrittskostenfrei für Kurkarteninhaber (wie für uns).Besucher mussten jedoch ihre persönlichen Daten am Einlass eintragen. Kennt man nun ja schon . . . wer weiß, ich schreibe diese Zeilen gerade nach Rückkehr in der 33. Woche des Jahres, wie es und ob es nicht noch schlimmer kommt. Die aktuellen Nachrichten (Flüge z. B. nach Mallorca gestoppt usw.) lassen nicht nur Gutes erwarten. Umso mehr sollten wir alle solche Momente ganz bewusst wahrnehmen und auch genießen. LIFE IS LIFE!
Gleich vorweg: ich kann es nur wiederholen, ein grandioser Auftritt dieses Trios. PUGSLEY BUZZARD selbst wird überall in Australien verehrt. Er ist charmant, offen, auch gegenüber einem Reporter wie mir. Er hat eine Reibeisenstimme, die mitreißt. Auch in dieser kleinen Besetzung bringen die Drei den großen New Orleans Sound hervorragend rüber. Im Interview erklärt er mir seine Musik, die er selbst als NEW ORLEANS VOODOO BOOGIE bezeichnet – einfach herrlich . . . und absolut überzeugend.
Er hat immer ein kleines Lächeln im Gesicht und seine Augen leuchten dabei. Faszinierend, was uns da heute überraschenderweise zu Ohren kommt. Mit seinem Art Barrelhouse-Piano-Stil lässt er die Töne weit über den Kurplatz schweben. Eigentlich müssten wir Zuschauer alle dicht gedrängt um die Band herum stehen, so wie es bei den großen Auftritten auch in den vergangenen Jahren der Fall war. Wir nehmen es aber gerne auch so mit: ohne eine voll mitgehende Menschen-menge, die die Jungs eigentlich als Zuhörer verdient hätten. Es war für mich eine große Ehre, diesen Star from Down Under zu erleben und sogar ein kurzes, höchst interessantes Gespräch mit ihm führen zu können (Foto). Und auch - erfuhr ich aber erst hinterher: er ist nicht nur Musiker, sondern in Australien auch sehr beliebter Fernsehkoch und Schauspieler, na, sieh mal an.
Na, das war doch nochmal ein echter Knaller. Okay, hat nicht alles direkt mit Country zu tun. Aber mit Musik, oft handgemacht, großartig und überzeugend dargeboten. Hier mal ein Dank ausgesprochen an die Veranstalter, die Kurverwaltung der Gemeinde Ostseebad Binz, die dieses Programm unter erschwerten Bedingungen auf die Beine gestellt haben.
BINZ, wir kommen gerne auch im nächsten Jahr wieder; diese Nachricht richtet sich auch an die Familie Colmsee und natürlich an deren aufgeschlossenen Manager, Herrn Seegert. Welches Zimmer wir zur Inspiration bevorzugen, das haben sie sicher schon lange mitbekommen. Dank im voraus. Wenn wir dürfen und Sie und wir alle gesund bleiben.
Und nochmal: Wir möchten BINZ nicht missen müssen.
Fotos: GUNDULA WEIHER
Zwei/drei Fotos & Bericht: WOLFGANG J. S. WEIHER