UNDER PRESCHER feat. MARC HOTHAN

Hannover: Mal wieder ein Traumtag bei bester Live Music 

Okay, es war mal wieder ein Tag mit mehreren Terminen. Der wohl schönste an diesem Sonntag (Blauer Himmel, 25 Grad, nur ein laues Lüftchen) begann am Nachmittag ab 15 Uhr – wie schon so oft . . .
Und, auch mal wieder: es hatten sich sehr, sehr viele Gäste an dieser, ich wiederhole es, so wunderbar fast schon in Hannovers Stadtwald Eilenriede eingebetteter Location, dem Clubhaus 06, eingefunden!
Ich habe sie nicht gezählt, die vielen leger-festlich gekleideten sowie munteren Ladies & Gents im großen Rund. Und sie haben es genau richtig gemacht, denn diejenigen, die vorne auf der Bühne standen, waren seit Jahren stadtbekannt in Sachen exzellenter Live Music, egal ob Country, Rock’n’Roll, Rock, Blues oder brandaktuelle Titel:



UNDER PRESCHER nennen sie sich, ein kleines Wortspiel – vielleicht; denn der Boss heißt CHRISTIAN PRESCHER (guitars, drums, die fast so ein wenig nebenbei nur mit dem Fuß gespielt & Lead Vocal), rechts von ihm, aus Sicht der Zuhörer links, CARSTEN LANGE, gen. MINI, neben ihm stets, und zwar alle Sets lang sein ‚Super-Mini‘, sein Filius, stets voll dabei, swingend, auch leise singend und stets ganz nah dran am Papa und immer mal wieder auch zu ihm aufschauend, jedoch in der Regel einfach mit seinen Bewegungen nur der Musik folgend – herrlich, und rechts-außen, aus Zuschauersicht, einer der seit Jahrzehnten bekanntesten, beliebtesten und besten Live Musiker, den wir in der Hannover-Szene haben, MARC HOTHAN, Guitars, Leadvocal und Harp. Wie auch Ansager, Kommentator & Entertainer; zusammen bilden die Drei ein echt fantastisches Trio, eben UNDER PRESCHER . . . nicht zu verwechseln mit ‚under pressure‘ – LOL!!
Von Set zu Set traute sich das Publikum mehr: mehr zu applaudieren, mehr zu tanzen. Zum Schluss war die Open Air Tanzfläche direkt vor der Bühne fast ständig gut besucht. Auch Gundula & mir juckte es in den Füßen . .
Währenddessen schuftete GARY an der Getränkebar draußen unermüdlich. Hier eine Cola? Da ein Alster, zwei Biere, große usw. Oder doch ein Gläschen Wein??? Er schaffte alles in Sekundenschnelle. Gute Vorbereitung und schnelle Bedienung ergänzten sich. Dazu auch noch ein Lächeln? Bitte sehr, auch das hatte er drauf. An der Grillstation nebenan ging es heute ausnahmsweise mal etwas beschaulicher zu. Lange warten musste man jedoch auch hier nicht. Aber, auf einmal war das große Bierfass leer. Also? Rollte er schnellen Fußes mit einem zweiten Fass heran, abgerollt, angeschlossen, und schon ging‘s Minuten später frisch weiter. Respekt!
Zwischenzeitlich war es auf der Bühne natürlich auch längst vorangegangen. Und da folgte ein Highlight dem anderen. Beispiele? Hier waren heute zu hören u. a. BREAKFAST IN AMERICA, MRS. ROBINSON von Simon & Garfunkel, SUNNY AFTERNOON (der es ja nun wirklich war!), TULSA TIME (wo wir auf einer unserer Reisen durch die USA natürlich auch einen Stop gemacht haben), ALL MY LOVING oder auch der SUMMERTIME BLUES. Und wenn der schon, dann natürlich erst Recht, speziell für alle Country- & Cash-Freunde, der FOLSOM PRISON BLUES. Immer wieder der Hammer, der POP Song: IF I HAD A HAMMER (lange nicht so gehört), ursprünglich von Pete Seeger aus dem Jahre 1956, am bekanntesten vielleicht in der Version von Trini Lopez aus dem Jahre 1963 ( . . . the hammer of justice and the bell of freedom . . . heute wohl aktuell wie eh und je, oder?), WAKE UP LITTLE SUSIE von den Everly Brothers, und im folgenden dann Songs wie GET RYTHM. Schon erwähnt? LAY DOWN SALLY, HALLELUJAH oder auch I WILL SURVIVE (haben wir so ähnlich am Golf von Mexico auch gehofft, als um uns herum die Verkäufer mit T-Shirts überall am Straßenrand standen und T-Shirts mit dem Aufdruck: ‚WE SURVIVED HURRIKANE OPAL‘ anboten); das war irgendwie Ende der Neunziger!!! Wie das nach diesem Hurrikane an den weißen Stränden östlich von New Orleans tatsächlich aussah, erlebten wir wenig später (wir waren, unser Glück, tatsächlich gute zwei Tage dem Hurrikan quasi hinterher gefahren) live: überall zerstörte Häuser, herumliegende Eis- und Kühlschränke, zerschmetterte Möbelstücke, fortgewirbelte Autos (wir nannten sie damals Ami-Schlitten) und eingedrückte Garagendächer sowie jedwedes Mobilar, alles übereinander getürmt, wie von einer Riesenfaust zerschmettert oder/und zum Teil vom weißen feinen Sand verschüttet, kilometerlang) usw. Echt übel! Muss man hautnah so nicht unbedingt ein zweites Mal erleben!
Hier und heute im CLUBHAUS 06 allerdings war alles entspannt & fröhlich, und die Band spulte insgesamt über drei Sets (siehe oben) ein erstklassiges Musikprogramm ab, nach dem man sich die Finger hätte lecken können. BRAVO!

Fotos & Bericht: Wolfgang J. S. Weiher