FERNHOLZ, HOTHAN, PRESCHER BEGEISTERN TOTAL

Hannover/Niedersachsen

INDIAN SUMMER STATT TRÜBER HERBST

Natürlich mussten wir bei dieser Wetterlage (heiter-sonnige 13°, buntes, gelb-braun-rötlich gefärbtes Laub überall an den Bäumen, kein Wind!) diese Gelegenheit wahrnehmen, GARY‘s idyllisch im Stadtwald Eilenriede gelegene CLUBGASTSTÄTTE des Rugby Clubs VfR Döhren 06 zu besuchen – und wurden beim vorerst letzten wöchentlichen sonntags durchgeführten LIVE Auftritt einer Band nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ‚FERNHOLZ, HOTHAN; PRESCHER‘ spielten von 15 bis 18 Uhr (eine feine Zeit, vom Sonnenschein allmählich in die Dämmerung übergehend, dazu draußen ein Grill und eine große Feuerschale, die zum Schluss im Dunkeln einen hellen Schein sowie eine wohlige Wärme abgab, wenn man in den Pausen dort an einem der Stehtische etwas zu sich nehmen wollte) vor vollem Haus – vor allem vor begeistert mitgehenden Zuschauern der Generation 50 plus! Etliche davon, die wir noch aus unserer Phillie-Zeit, also der Zeit während der wir mehr als 10 Jahre lang regelmäßige Besucher des im Etablissement PHILHARMONIE im Herzen unserer Landeshauptstadt wohl angesagtesten sonntäglichen Spätschoppens mit LIVE MUSIC waren. Und tatsächlich, einige der damaligen Besucher/innen waren auch heute hier, wie auch wir etwas älter geworden, was aber dem Engagement und der Begeisterungsfähigkeit keinen Abbruch tat. Und auch wir zwei ließen uns von wunderbar vorgetragenen ‚Country and more-Titeln‘ mittragen! Und das ganz besonders Schöne : einem On-dit zufolge soll während der kalten Jahreszeit zumindest einmal sonntags im Monat, jeweils ab 15 Uhr, diese Veranstaltungsreihe ihre Fortsetzung finden . . .
Und hier die drei Künstler auf der Bühne: Band Boss DANIEL FERNHOLZ (A-Gitarre, Gesang, Harp), MARC HOTHAN, E-Gitarre, A-Bass, Harp, Gesang und im übrigen Ukulelespieler, Texter, Designer, Zeichner und auch Musiklehrer) und CHRISTIAN PRESCHER, drums, Gitarre, Gesang, manches Mal auch alles davon gleichzeitig (!?). Sie spielen in dieser Formation gerade mal ein knappes Jahr, sind jedoch ebenso alles ‚alte Hasen‘. Für mich persönlich mit ihrem heutigen Auftritt im ansprechenden Ambiente indoor des Clubs am Walde eine der besten Bands, die ich in Hannover je live erleben durfte! Und die Auswahl der Songs ? Echt Klasse! Gestartet wurde mit HERE COMES THE SUN (und die war heute tatsächlich schon mal längere Zeit am Himmel zu sehen), oder auch IT NEVER RAINS IN CALIFORNIA (trifft in diesem Jahr ja genauso auf Hannover zu!). Mrs. ROBINSON (klasse), Don Mc Leans AMERICAN PIE. Dann zum Beginn des 2. Sets der Knaller: LAY DOWN SALLY (and rest You in my arms . . .) von ERIC CLAPTON und für echte, wahre Country Freunde wie uns der FOLSOM PRISON BLUES von JOHNNY CASH aus dem Jahre 1955, weiter ein Song, der im Laufe der Jahre ebenso zu meinen Favoriten zählt, Neil Young’s HEART OF GOLD aus 1972, anmachend auch der Pop Song aus 2015 I‘m READY!
Gefolgt nach einer weiteren Pause, die man sehr gut, wie auch wir, draußen bei immer noch 12 Grad und Windstille an Stehtischen nahe der Feuerschale (mir wurde dort schon nach kurzer Zeit ganz schön heiß am Hinterteil) mit Freunden oder Bekannten verbringen konnte . . .von Songs und Titeln wie NOWHERE MAN, QUEEN OF HEARTS aus dem Album JUICE oder auch RUBY TUESDAY, NO WOMAN NO CRY, JOHN FOGERTY’s LOOKING OUT MY BACKDOOR aus dem Jahr 1970 und ganz zum Schluss – fast zur Abendzeit passend, der Classic Rock Song von CCR (Don’t go a’round tonight . . .there is a) BAD MOON RISING. Beachtenswert, weil oftmals echt genial, Daniels Überleitungen (wie auch bei diesem Song!), die oftmals geradezu zelebriert werden, das eine oder andere mal auch gekontert bzw. geschickt und mit Charme konterkariert von seinem Protagonisten gegenüber auf der Bühne, Marc. Christian hingegen hielt sich bei dieser Art Conférence eher zurück. Aber: interessant, weil geistreich und erklärend, war dieser mit manchen wertvollen Infos gespickte Wettstreit mit Worten schon. Christian überzeugte hingegen immer mal wieder am Gesang oder eben, besonders auch dann, wenn er mit dem Fuß die Drum bediente, dazu die Gitarre auf den Knien haltend spielte und dazu eben auch noch sang – ein Tausendsassa, dem man dafür echte Bewunderung zollte!



Also: ich möchte es gerne noch einmal wiederholen. Dieser Band FERNHOLZ, HOTHAN, PRESCHER – eines anderen Namens bedarf es für dieses Trio gar nicht -, drücke ich die Daumen und sage ihr noch wahre Begeisterungsstürme bei Konzerten dieser Art in der nahen und weiteren Zukunft voraus. Ihr seid einfach Spitze, Jungs! Einen Vorgeschmack davon gab’s bereits hier und heute im CLUBHAUS DÖHREN 06 am Rande der ‚Grünen Lunge‘ Hannovers.

Fotos & Bericht: Wolfgang J. S. Weiher