DVD-Box: 77 Sunset Strip – Vol. 3

Nach Vol. 1 mit fünfzehn und Vol. 2 mit sechzehn packte Pidax jetzt bei der Vol. 3 gar achtzehn spannende Episoden der Krimiserie „77 Sunset Strip“ in die gewohnte 3er-DVD-Box. Aus der 4. Staffel (1961/62) erhielten zehn Folgen den Vorzug, der Rest lief in den USA dann im Rahmen der 5. Staffel (1962/63). Nach den großen Erfolgen der Vorjahre fanden die jetzigen Staffeln nicht mehr ganz so viel Zuspruch. Ein weiteres Indiz für das abflauende Interesse mag übrigens auch die schwache Hitparaden-Präsenz der weiteren Singles von „Kookie“ Edd Byrnes abgeben, womit sich seine 1959 erfolgreiche Duett-Aufnahme „Kookie, Kookie, Lend Me Your Comb“ als Eintagsfliege herausstellte. In den Nielsen-Ratings (Zuschaueranteile) mischten die Detektive daher nicht mehr vorne mit. Die „77“-Folgen starteten 1961/62 in den USA jeweils freitags um 21 Uhr auf dem TV-Sender ABC, aber da lief beim Konkurrenten CBS bereits seit einer halben Stunde die „Route 66“, und auf NBC die Krimiserie „Kein Fall für FBI“ mit Robert Taylor. Im Jahr darauf verschob ABC den Sendebeginn der Serie auf 21:30 Uhr, in Konkurrenz zu den Sitcoms „Fair Exchange“ auf CBS und „Don’t Call Me Charlie“ auf NBC; diesen beiden gewährte man keine Sendeplätze im hiesigen Fernsehen.
Für die jetzt vorgestellten „77“-Folgen erstreckten sich die deutschen Erstausstrahlungen über die Jahre 1963-1966. Wiederum entspricht die Reihenfolge der Episoden auf den DVDs denen der Erstausstrahlungen in den USA, während man in Deutschland die Sendetermine völlig kurios vergab. Es gab auch in den hier ausgewählten achtzehn Folgen stets Gastauftritte von damals bekannten TV- und Filmstars, beispielsweise Yvonne Craig, Karl Swenson, Peter Breck, Robert Vaughn oder Dorothy Provine. In der Folge „Eine alte Rechnung“ spielt Andrew Duggan sogar die Rolle des Cal Calhoun aus der Serie „New Orleans, Bourbon Street“; sein Serien-Compagnon Rex Randolph (Richard Long) hospitierte in der dritten Staffel bei “77“, doch sein Büro mit der Nummer 104 wird seitdem von „Kookie“ genutzt.
Wie bisher, zeigen die DVDs das vor rund siebzig Jahren im Fernsehen typische s/w-Bild. Das damalige 4:3-Format verursacht auf den heutzutage gängigen 16:9-Monitoren links und rechts schwarze Balken. Die einzige angebotene Sprache ist wieder Deutsch in Dolby Digital 2.0; Untertitelungen oder Bonusmaterial sucht man auch diesmal vergeblich.
Ulrich K. Baues