DVD: Wasser für Canitoga

Die Fertigstellung eines Wasserleitungsprojekts im kanadischen Canitoba verzögert sich ständig. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten im Frühjahr 1905 beendet werden. Aber durch Sabotageakte bei den erforderlichen Sprengungen werden immer wieder zu starke Ladungen gezündet. Der bärtige Ingenieur Montstuart (Albers) stellt den Arbeiter Westbrook (Wery) zur Rede. Dieser bedroht den Ingenieur mit einem Messer, und wird von ihm in Notwehr erschossen. Mangels Zeugen steht Montstuart nun unter Mordverdacht, flieht von der Baustelle und wird per Steckbrief zur Fahndung ausgeschrieben. Da die Sabotageakte nicht aufhören, rasiert Montstuart seinen Bart ab, und lässt sich unter dem Namen Nicholson als Ingenieur neu einstellen. Er will die wahren Schuldigen überführen. Sein Verdacht richtet sich auf den neuen Chefingenieur Ingram (Sieber), der aber ebenfalls schon merkt, wer hinter dem Namen Nicholson steckt. Es gibt mehrere brenzlige Situationen, und zuletzt gelingt Montstuart unter Lebensgefahr die Schließung eines Lecks, sowie die Verhinderung eines letzten Sabotageaktes. Damit bleibt die Fertigstellung der Wasserleitung gesichert. Montstuart ist rehabilitiert, stirbt jedoch kurz darauf an Erschöpfung.
Das „Wasser für Canitoga“ fließt hier in einem der wenigen deutschen Western der dreißiger Jahre. Einer der Charaktere heißt übrigens Old Shatterhand. Das mehrfach zu hörende „Goodbye Johnny“ entwickelte sich zum Gassenhauer, und während der Handlung singt Albers auch „Im alten Jahr, im alten Jahr“, eine deutsche Fassung von „Auld Lang Syne“.
Die DVD enthält eine 2019 rekonstruierte Fassung aus den bis dato bestmöglichen zugänglichen Quellen. Dank des Formats 1,78:1 verursacht das Bild auf 16:9-Monitoren links und rechts schwarze Balken. Es gibt einzig den deutschen Ton in Dolby Digital 2.0 Mono, weitere Sprachen oder Untertitelungen fehlen. Als Bonusmaterial lassen sich sowohl der Kinotrailer, als auch eine umfangreiche Bildergalerie aufrufen.
Ulrich K. Baues