DVD: Stadt ohne Sheriff

Mit Blaine Madden (Calhoun) kommt ein ehemaliger Revolverheld in die Stadt, um einige Dinge zu erledigen. Sein Vater (Litel) lebt immer noch hier, und ist ein Trunkenbold. Die Sully-Brüder wollen sich mit Blaine messen, töten dabei jedoch seinen Vater. Sein alter Freund Sheriff Ben Corey (Cameron) warnt ihn vor eigenmächtigen Aktionen, kann sie jedoch nicht verhindern. Inzwischen schließt sich der junge Herumtreiber Reb Roan (Lauren) Blaine an, und hilft ihm, nachdem ihn eine Kugel des Sheriffs im rechten Arm traf. Sie reiten zu Blaines Zufluchtsort Sanctuary, wo sich viele Gesetzlose aufhalten, und auch Marleen (Lee), seine Freundin. Bislang sorgte Blaine hier für Ordnung, und deshalb gibt es auch keinen Sheriff. Ein Versuch Coreys, ihn dort auf offener Straße festzunehmen, scheitert am Widerstand der Bewohner. Aber Blaines Verwundung verschlimmert sich, und wird lebensbedrohlich. So zwingt er Roan, sich mit ihm zu duellieren, was – wie beabsichtigt – für Blaine tödlich endet. Warum der Streifen den FSK-Aufkleber “ab 18” trägt, wirkt angesichts des wenig brutalen Inhalts unverständlich.
Der über den Vorspann gesungene Titel heißt “A Searcher for Love”, und stammt von Rod Lauren (1940-2007), Darsteller des Reb Roan. Die Aufnahme erschien zum Filmstart im August 1963 auf Single (Chancellor C-1141), hinterließ jedoch keinerlei Spuren in den Charts. Bei Rod Lauren wiederum handelte es sich um einen kalifornischen Rock & Roll-Sänger, der zu Jahresbeginn 1960 mit der Single “If I Had a Girl” immerhin Platz 24 in den Top 100 des Fachmagazins Cash Box erklomm (Platz 31 in Billboard), danach trotz vielversprechender Auftritte u. a. in der “Ed Sullivan Show” jedoch keinen Hit mehr landen konnte. Als Darsteller sah man ihn später als Gaststar in mehreren TV-Serien, sowie im Western “Das Gesetz der Gesetzlosen”.
Zwischen Deutsch und Englisch in Dolby Digital 2.0 lässt sich bei den Sprachen wählen. Untertitelungen gibt es keine, bis auf einige wenige Szenen, wo der deutsche Text den nicht synchronisierten Originalton erläutert. Das Bild im Format 1,85:1 füllt die Bildschirme der 16:9-Fernseher völlig aus. Als Extra gibt es eine sogenannte Artworkgalerie mit diversen, teils kolorierten und manchmal etwas unscharfen Aushangfotos samt Kinoplakaten.

Ulrich K. Baues