DVD: Die Falle von Tula

Dieser halbwegs moderne Western spielt gegen Ende der fünfziger Jahre in Kalifornien. Anwalt Anderson (Widmark) kehrt nach langer Zeit in seine Heimatstadt Tula zurück. Dort besetzen sein Vater (Reid) und sein Bruder Tippy (Holliman) die Ämter von Sheriff und Deputy. Anderson soll sie beide dazu bringen, kurzzeitig auf die Bewachung des örtlichen Flughafens zu verzichten. Sein Mandant, Gangsterboss Massonetti (Cobb), will sich von hier aus ins nahe gelegene Mexiko absetzen. Das Verhältnis des Anwalts zu seinem Vater ist gespannt, und Tippy ist ein Säufer, der nach dem Weggang Andersons aus Tula auch noch Linda (Louise) heiratete, was zuvor anders geplant war. Sein Vater stimmt der Aktion zwar widerwillig zu, doch Tippy weiß um die ausgesetzte Belohnung, und will den Gangster entgegen der Anweisung des Sheriffs verhaften. Massonetti erscheint samt seinem Vertrauten Davis (Greene) in Tula. Tippys ganze Aktion geht jedoch völlig daneben, der Sheriff wird getötet, doch Anderson kann Massonetti zumindest festsetzen. Da zuvor seitens weiterer Gangster die Telefonleitungen von und nach Tula unterbrochen wurden, will Anderson den Gangsterboss mit dessen eigenen Auto ins über hundert Meilen entfernte Barstow bringen. Deputy Eddie (Milletaire) fährt voraus, wird jedoch erschossen. Und Linda, die sich soeben von Tippy trennte, befindet sich nun als Geisel bei den Gangstern. Nach ziemlich turbulenten Geschehnissen kommt Linda frei, doch Tippy wechselt wegen der von Massonetti angebotenen $25000 die Seiten.   Beim Kampf in einer kleinen Raststätte wird Tippy aber dann lebensgefährlich verletzt. Schließlich gelingt es Anderson, Massonetti einer Streife der Highway Police zu übergeben. Bei den beiden Männern handelt es sich jedoch um Mitglieder der Gangsterbande. Sie fahren Massonetti zum Flughafen, wo zeitgleich Davis mit einem Kleinflugzeug landet. Massonetti und die falschen Polizisten steigen ein, doch bevor die Maschine wieder abheben kann, rammt Anderson sie mit dem zurückgebliebenen Streifenwagen. Er zerrt Massonetti aus dem brennenden Wrack, um ihn dann echten Polizisten zu übergeben. Inzwischen erlag Tippy seiner Verwundung, und für Anderson und Linda eröffnet sich ein neues Kapitel.
Wie man sofort feststellt, umfasst die Darstellerliste hochkarätige Western-Stars, wie Richard Widmark (u. a. „Alamo“), Lee J. Cobb (u. a. „Die Leute von der Shiloh Ranch“), Earl Holliman (u. a. „Die vier Söhne der Katie Elder“), und den seinerzeit noch wenig bekannten Lorne Greene; nach seiner Mitwirkung in „Tula“ begannen für ihn die Dreharbeiten zur TV-Serie „Bonanza“, worin er vierzehn Staffeln lang auf der Ponderosa Ranch den „Pa“ Ben Cartwright abgab. Die Szenerie entstammt ebenfalls eindeutig dem Western-Genre, sowohl hinsichtlich Landschaft, als auch bezüglich der Gebäude von Tula.
Als Bildformat gibt es 4:3, und somit zeigen die gängigen 16:9-Fernseher links und rechts schwarze Balken. Zwischen Deutsch und Englisch in Dolby Digital 2.0 kann der Käufer wählen. Es gibt jedoch keine Untertitel, bis auf die kurzen Dialoge, wo mangels Synchronisation der englische Ton auf Deutsch begleitet wird. Als Extra enthält die DVD einen verkleinerten Nachdruck der zugehörigen Ausgabe der „Illustrierten Film-Bühne“.  
Ulrich K. Baues