DVD: Die Draufgänger von San Fernando

Im Texas des Jahres 1873 herrschen nach dem verlorenen Bürgerkrieg die seitens der siegreichen Nordstaaten eingesetzten Ordnungskräfte. Von den Bewohnern werden sie abfällig „Blaubäuche“ genannt, denn sie sind korrupt und nutzen ihre Macht rücksichtslos aus. Während einer Feier in Rand City verhaftet man Kit (Best) und Frank (Merlin), da ihnen die Verhöhnung des Gouverneurs vorgeworfen wird, doch den beiden gelingt die Flucht. Sie treffen unterwegs auf Cole Younger (Lovejoy), der ihnen anfangs wohlgesonnen ist. Als Frank jedoch gegen ihn vorgeht, verscherzt er sich die Sympathien von Younger und Kit gleichermaßen, und wird zum Verlassen des gemeinsamen Lagers genötigt. Er reitet zurück nach Rand City, und versucht Kits Freundin Lucy (Dalton) durch unwahre Behauptungen für sich einzunehmen. Seinen Mord an zwei Blaubäuchen schiebt er ihnen in die Schuhe, und fängt außerdem Kits an Lucy gerichtete Briefe ab. Da er nun weiß, dass Younger und Kit einen Viehtransport nach Abilene begleiten, will er den beiden durch den dortigen Marshall Woodruff (Spencer) eine Falle stellen lassen. Doch Younger reitet kurz zuvor davon, und einzig Kit wird verhaftet, in dem Glauben, Lucy hätte ihn verraten. Bei der Gerichtsverhandlung schaltet sich überraschend Woodruff als Verteidiger von Kit ein, da ihm die Vorwürfe unglaubhaft erscheinen. Er entlarvt Franks Beschuldigungen als Lügen, und klärt das Verschwinden der an Lucy gerichteten Briefe auf. Überdies erscheint in letzter Sekunde Younger im Gerichtssaal, und bestätigt Kits Aussage. Somit bleiben Lucy und Kit zusammen.
Für Frank Lovejoy, den renommierten Darsteller in zahlreichen Western und Film Noir-Krimis, bedeutete die Rolle des Cole Younger seine letzte Arbeit für Hollywood. Er starb 1962 im Alter von nur 50 Jahren durch eine Herzattacke.
Die DVD-Sprachauswahl beschränkt sich wie üblich auf Deutsch und Englisch in Dolby Digital 2.0; Möglichkeiten zur Untertitelung fehlen. Das Bildformat 2,35:1 verursacht auf 16:9-Fernsehern oben und unten schwarze Balken. Eine Artworkgalerie zeigt Kinoplakate und weitere Motive.

Ulrich K. Baues