DVD: Der letzte Ritt nach Santa Cruz

Die Geschichte spielt im Neu Mexiko des Jahres 1902, und die Dreharbeiten fanden auf den Kanarischen Inseln statt. Der Bandit Ortiz (Adorf) kommt aus dem Gefängnis frei. Sofort sammelt er seine Kumpane Jose (Kinski) und Fernando (Rupp) um sich, befreit Carlos (Fritsch) aus dem Gefängnis, und sucht seine Freundin, die Kneipenbesitzerin Juanita (Mell), auf. Gemeinsam wollen sie die versteckte Beute von einer halben Million Dollar holen. Mit Woody (Giller) schließt sich ihnen Juanitas Klavierspieler an, der Ortiz verehrt. Die Gruppe macht einen Abstecher, weil sich Ortiz an Kelly (Purdom) rächen will, der ihn als Sheriff ins Gefängnis brachte. Kelly wechselte inzwischen den Beruf, und besitzt eine Bank. Die Bande nimmt Kellys Frau Elisabeth (Koch) und seinen Sohn als Geiseln, und erpresst das Geld der Bank. Die Flucht der Bande geht mitsamt ihrer Geiseln weiter, doch Kelly verfolgt sie. Sie hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Doch nach und nach vermindert sich die Bande, teils weil Mitglieder von Kelly getötet werden, teils weil sie Ortiz wegen seines brutalen Vorgehens nicht mehr folgen wollen, selbst Juanita nicht. Der letzte Kampf wird zwischen Ortiz und Kelly ausgefochten, wobei beide einander helfen müssen, aus einer Höhle zu entkommen. Ortiz wird daraufhin vom neuen Sheriff erschossen.
Der Film entstand auf dem Höhepunkt der Winnetou-Welle in den Kinos, aber noch vor dem Start der Spaghetti-Western. Hier waren Produzent und Regisseur eigentlich ihrer Zeit voraus, denn viele der hier verwendeten Stilelemente fanden sich später bei Sergio Leone und seiner „Dollar“-Trilogie wieder.
Man hört einzig die deutsche Fassung in Dolby Digital 2.0 Mono, doch es gibt keinerlei Möglichkeiten zur Untertitelung. Das Bild füllt 16:9-formatige Monitore völlig aus. Mit dem Trailer zum Film, sowie weiteren Trailern zu Produktionen von „Filmjuwelen“, gibt es immerhin einen Bonusteil auf der Scheibe. Das beiliegende, farbig illustrierte Booklet, informiert über Produktion, Inhalt und Hauptdarsteller.

Ulrich K. Baues