DVD: Billy Graham – Ein Leben für die gute Botschaft

Von der Veröffentlichung dieses biografischen Streifens nahm man 2008 hierzulande kaum Kenntnis. Wenn überhaupt, gab es Interesse am Soundtrack (s. Western Mail Dezember 2008). In den USA lief es nicht viel besser, denn der Erfolg der Soundtrack-CD blieb auf die hinteren Ränge der Country-Charts beschränkt, und selbst Stars wie Brooks & Dunn oder Sara Evans erzielten mit den daraus ausgekoppelten Singles nur kleine Achtungserfolge in den Hitlisten. Und auch an den US-Kinokassen blieb der Zuspruch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Erstaunlich, denn der verfilmte Stoff passte ja vermeintlich gut in den sogenannten „Bible Belt“ der USA. Nach Angaben von Produzent Mortoff zündete die Verfilmung der Biografie des weltberühmten Predigers Billy Graham bei den potentiellen Kinogängern nicht, da nur einen Monat vorher, also im September 2008, mit „Fireproof“ ein ebenfalls evangelikal angelegter Streifen anlief. „Billy“ beginnt mit einem TV-Interview seines auf dem Sterbebett liegenden zeitweiligen Mitstreiters Templeton (Landau). Dieser blickt zurück auf die Jugendzeit des in Nord Carolina aufwachsenden Billy Graham (Hammer), wo der eigentliche Film dann einsetzt. Billys Werdegang als Jugendlicher und College-Besucher mitsamt den weiteren Ausbildungsstätten vollzieht die Handlung nach. Eingefügt wurden mehrere Anekdoten wie seine erste Liebe und die unmittelbar folgende Enttäuschung, und darauf die Begegnung mit seiner späteren Ehegattin Ruth (Butler). Dann lernen sich Graham und der Evangelist und Politiker Charles Templeton (Polaha) kennen, und schließen Freundschaft, die aber aus unterschiedlichen Ansichten über den wahren Glauben keinen Bestand haben wird. Bemerkenswert beim Aufstieg als Prediger ist auch Grahams Zusammentreffen mit dem damals bekannten Gospelsänger George Beverly Shea, hier von Country-Star Josh Turner dargestellt. Mit dem Einsetzen der ersten großen Erfolge als Evangelist endet dieser Film über den 2018 im Alter von 99 Jahren verstorbenen Billy Graham.
Bei der DVD-Sprachauswahl kann man sich zwischen Deutsch und Englisch in Dolby Digital 5.1 entscheiden, sowie auf Deutsch untertiteln. Das Bild füllt 16:9-Fernsehschirme völlig aus. Als Extra gibt es neben einer Trailershow den Original-Kinotrailer.

Ulrich K. Baues