Chase Rice stürmt die Charts als Independent Künstler

Obwohl er immer noch als unabhängiger Künstler mit seiner eigenen Plattenfirma arbeitet, hat Chase Rice den Sprung von Null auf 1 in der Debütwoche seiner ersten CD „Ignite The Night“ geschafft. Was normalerweise ein Unding ist, macht bei näherem Hinsehen bei Chase Rice Sinn. Während er als Künstler mit seiner eigenen Plattenfirma Dack Daniels unabhängig bleiben möchte, hat er Geld in die Radiopromotion via einem großen Partner wie Columbia Records in Nashville investiert. So bleibt er einerseits frei in musikalischen Entscheidungen, nimmt aber gerne die Ratschläge der Profis in der Promotion und dem Marketing seiner Musik an.
Diese Mischung bringt den früheren Footballspieler der Uni in North Carolina in der aktuellen Woche auf Platz 1 der Country Album Charts nach Billboard Magazin. Dafür waren 44.000 verkaufte CDs in der ersten Woche notwendig.
Das Geld für seine unorthodoxe Vermarktungsstrategie hat der junge Sänger aus seinen Tantiemen als MCo-Songschreiber des Megahits „Cruise“, der vom Duo Florida Georgia Line zum neuen Rekordsong der Country Music gesungen wurde. (Die meisten Wochen auf Platz 1 der Country Music Charts in der Geschichte der Charts seit 1944)
Somit basiert der Erfolg von Chase Rice, seiner Debüt CD „Ignite The Night“ und der aktuellen ersten Single „Ready Set Roll“ auf reinem Re-Investment. Smarter Junge dieser Chase Rice.
Die Single „Ready Set Roll“ steht in dieser Woche übrigens auf Platz 13 der Country Music Song Charts. Auch der Erfolg der Single ist erstaunlich für einen Independent Künstler, denn der Song hatte schon eine Goldauszeichnung für mehr als 500.000 verkaufte Einheiten, ehe er in die Top 20 der Radiocharts einziehen konnte. Im Regelfall macht aber der umgekehrte Weg die Hits. Die Songs laufen im Radio, die Fans hören und kaufen die Titel.
Seine unkonventionelle Art die Dinge anzugehen und seine Hartnäckigkeit hat Rice von seinem Vater, dessen Devise lautete:“ Bete, stecke Deine Ziele hoch und bleibe stets fokussiert!“
Und Chase weiß diese Devise auf seine Karriere im Musikbusiness wie folgt umzusetzen:“Da draußen gibt es viele bessere Sänger als mich, es gibt haufenweise bessere Songschreiber. Dazu gibt es viele Kollegen und Kolleginnen, die wesentlich besser aussehen als ich, aber ich werde mich durchsetzen und nicht unterkriegen lassen. Das habe ich beim Football in North Carolina gelernt.“
Daher stammt auch die Abkürzung auf seinem Ballcap „HDEU“ - Head Down Eyes Up (Kopf runter und Augen nach oben gerichtet).
Vieles ist anders bei Chase Rice, aber aus seiner Sicht könnte es derzeit nicht besser laufen.

photo: Jon-Paul Bruno