CD-Box: Freddy Quinn – Album-Box 2

Bei der altehrwürdigen Schallplattenfirma Polydor stand Freddy Quinn jahrzehntelang unter Vertrag. Electrola übernimmt nun die Aufgabe, Freddys viele seit langem vergriffene Polydor-LPs den Fans als CD-Versionen zur Verfügung zu stellen. Dies ist bereits die zweite Box mit seinen damaligen Vinyl-Alben, und hier wird eine Zeitspanne von 1970 bis 1982 umfasst. Die Aufforderung „Vorhang auf für Freddy“ stammt von 1972, und enthält die ursprünglichen zwölf Musicaltitel der LP, und dazu sieben Bonustracks, ebenfalls aus bekannten Musicals. Bei der Erklärung „Und darum bin ich heute wieder hier“ von 1982 handelt es sich dann um eine Produktion aus Freddys weniger erfolgreichen Jahren, und hier werden ebenfalls die originalen zwölf LP-Songs geboten, und das Ganze mit vier Bonustracks aufgepeppt. Und auf die restlichen drei CDs wartete man als Country-Fan womöglich schon jahrelang! „Tennessee Saturday Night“ von 1970 enthält das damals übliche Dutzend an Songs, allesamt englischsprachig, und allesamt Standards wie „Jambalaya“ oder „High Noon“. Hier packten die Produzenten der CD-Box nun zwei deutschsprachige Bonustracks hinzu, die Bitte „Warte auf mich in Old Virginia“, sowie „Dusty’s Glück“, ein bislang auf Vinyl oder CD nicht veröffentlichter Song. Es handelt sich um Freddys Titellied zur TV-Serie „Dusty, Dusty! Unterwegs im Wilden Westen“, deren insgesamt 26 Folgen 1974/75 alle zwei Wochen vom ZDF gezeigt wurden. Das Jahr 1976 sah dann die Veröffentlichung der LP „It’s Country Time“, natürlich gemünzt auf den Titel von Freddys gleichnamiger TV-Sendung. Auch hier wurde wieder halbwegs modernes und auch altbekanntes Material ausgewählt, wie „I’m Movin‘ On“ oder „Sunday Morning Comin‘ Down“. Die zwei von Freddy als Autor beigesteuerten Titel passen gut dazu. Nur ein einziger Bonustrack wird diesmal spendiert, das Duett „Don’t Fence Me In“ mit Ken Curts, dem Darsteller des Festus in der langjährigen TV-Westernserie „Rauchende Colts“. Bei der LP „Get Me Back to Tennessee“ befinden wir uns bereits im Jahr 1981, und Freddys gefeierte TV-Show „Ich möcht‘ so gern Dave Dudley hör’n“ lag da schon zwei Jahre zurück. Wiederum zwölf Titel der Original-LP werden nun geboten, etwas moderneres Material als bei der Vorläufer-Ausgabe, und wiederum um zwei Bonustracks ergänzt, darunter eine mehr als fünf Minuten lange Version von „Vaya con dios“. In dieser gediegen wirkenden Box stecken die einzelnen fünf CDs in aufklappbaren Pappnachbildungen der Cover ihrer Vinyl-Vorgänger, und bieten innen die Angaben zu den jeweiligen Songs, sowie Abbildungen von Singlehüllen oder weiteren Ausgaben der jeweiligen LP.

Ulrich K. Baues