CD: Verschiedene Interpreten – Songs of the Wild West

Diese Zusammenstellung lässt den klassischen Wilden Westen wiederaufleben, jedenfalls, soweit es die Musik betrifft. Es gibt genau fünfzig Aufnahmen zu hören, die den im CD-Titel formulierten Anspruch erfüllen. Manche davon wird man vermutlich kennen, wie Gene Pitneys großen Hit „The Man Who Shot Liberty Valance“ von 1962, der im gleichnamigen s/w-Western („Der Mann, der Liberty Valance erschoß“, mit John Wayne und James Stewart) seltsamerweise nicht verwendet wurde. Oder auch „The 3:10 to Yuma“ mit Frankie Laine, das als Titellied im 1957 gleichfalls in s/w gedrehten Western („Zähl bis drei und bete“, mit Glenn Ford und Van Heflin) zu hören war; ebenfalls von Frankie Laine stammt der Song „Gunfight at the O. K. Corral“ („Zwei rechnen ab“, mit Kirk Douglas und Burt Lancaster)) aus dem gleichnamigen 1957er Technicolor-Streifen. Auch der große Erfolg von Johnny Horton ist hier enthalten, nämlich sein Titellied zum 1960er Deluxe-Farbfilm „North to Alaska“ („Land der tausend Abenteuer“, mit John Wayne und Stewart Granger). Neben weiteren Titeln von Frankie Laine tragen andere bekannte Interpreten wie das Kingston Trio mit den Folk Songs „Jesse James“, und natürlich mit ihrem Welterfolg „Tom Dooley“ zur Sammlung bei. Seitens der Country Music gibt es Johnny Cash u. a. mit seiner Version von „Bonanza“, Porter Wagoner mit einem Song über „The Battle of Little Big Horn“, und dazu jeweils mehrere Aufnahmen von Tex Ritter, Hank Thompson, Patsy Cline, oder Marty Robbins, letztgenannter mit der bekannten „Ballad of the Alamo“. Im schmalen Booklet wird kurz auf diese und weitere Hintergründe zu einzelnen Songs eingegangen.

Ulrich K. Baues