CD: Kingston Trio – The Five #1 Billboard Albums

Der Titel beschreibt den Inhalt völlig treffend – die ersten fünf Studio-LPs des Kingston Trios landeten allesamt auf dem 1. Platz der „Best Selling Pop LPs“. Diesen Namen trug damals jene Hitparade des US-Fachmagazins Billboard, die heutzutage unter der wenig attraktiven Bezeichnung „Billboard 200“ firmiert, und auch unter dem etwas präziseren Namen „Album Charts“ bekannt ist. Das Kingston Trio fand sich in Kalifornien zusammen, und verhalf der Folk-Musik ab 1958 zu einer ungeahnten Blüte. Natürlich trug hier ihr Welterfolg „Tom Dooley“ entscheidend dazu bei. Sie waren auch eine der ersten Formationen, die den Schwerpunkt ihrer Veröffentlichungen weg von der Single, hin zur LP verlagerten. Und gleich die erste LP mit dem Titel „The Kingston Trio“ und dem besagten Hit „Tom Dooley“ im Gepäck setzte sich an die Spitze der meistverkauften Langspielplatten in den USA. Die zweite LP hieß „From the Hungry I“, war eine Live-Aufnahme, und stand wochenlang „nur“ auf Platz 2. Daher fehlt sie hier, ebenso die dritte LP, ebenfalls „live“, und mit dem Titel „Stereo Concert“. Bei der vierten LP „At Large“ handelt es sich dann um den größten Erfolg des Trios. Fünfzehn (!) Wochen stand die LP auf Platz 1, und dazu gab es 1960 den „Grammy Award for Best Ethnic or Traditional Folk Recording“. Dieses künstlerische Highlight ist hier natürlich vertreten, desgleichen die darauf veröffentlichte Erfolgsscheibe „Here We Go Again“. Zwei weitere erfolgreiche Studioalben erschienen nacheinander, und zwar „Sold Out“ und „String Along“, die sich beide wochenlang auf dem 1. Platz dieser LP-Charts behaupten konnten. Die CD bietet die kompletten sechzig Titel dieser fünf Alben, also musikalisch zwar nichts Neues, aber dafür teils seltenes Material. Was natürlich dieser Veröffentlichung die Krone aufsetzt, ist das umfangreiche Booklet. Hier gibt es die komplette Geschichte der Formation, reichlich illustriert mit Fotos und Cover-Abbildungen sowie Nachdrucken der Liner-Notes zu den hier vorgestellten Scheiben.

Ulrich K. Baues