CD: Heidi Brühl – Wir wollen niemals auseinandergeh‘n

Bei Heidi Brühl handelte es sich um eine der wenigen deutschen Schauspielerinnen und Sängerinnen mit Erfolgen im In- und Ausland. Ihr Aufstieg begann mit der „Dalli“-Rolle in den „Immenhof“-Verfilmungen gegen Mitte der fünfziger Jahre, und setzte sich über die anschließenden Auftritte in Kinostreifen wie „Felix Krull“ oder „Melodie der Nacht“ fort. Ende der fünfziger Jahre startete sie parallel zu ihrer Karriere als Filmdarstellerin auch ihre nicht minder erfolgreiche Arbeit als Sängerin. Später orientierte sie sich sogar nach Las Vegas. Auf diesen beiden CDs finden sich viele ihrer heimischen Glanzstücke. Der Start auf CD-1 mit dem „Pony-Lied“-Chor aus der „Hochzeit auf Immenhof“ passt hervorragend, denn die darin enthaltenen Aussagen wie „meine Wiege stand im Westen“ oder „mit dem Lasso in der Wiege“ stufen den Titel natürlich als netten Western-Song ein. Heidis kurze Zusammenarbeit mit Carina Korten als „Dolly Sisters“ wird ebenfalls präsentiert, u. a. mit Songs wie „Johnny, komm zurück“, der deutschen Version des Chordettes-Hits „Baby Come-A Back-A“. Es folgen Titel aus Heidis musikalischer Solophase, darunter natürlich „Wir wollen niemals auseinandergeh’n“, ihr größter Erfolg, und hierzulande 1960 ein Nummer-1-Hit. Ricky Nelsons „Never Be Anyone Else But You“ verwandelte sich bei ihr in die Vorhersage „Wir werden uns finden“, und erreichte immerhin die deutschen Top Twenty. Neben weiteren Schlagererfolgen bietet dann die CD-2 einige Aufnahmen aus dem Musical „My Fair Lady“, und darunter auch die Feststellung „Es grünt so grün“ im Duett mit Ralf Paulsen. Ebenfalls enthalten ist eine deutsche Fassung von Hank Locklins „Send Me the Pillow You Dream On“, welche Heidi als „Rot wie der Mohn“ darstellt. Zwei ihrer größten Erfolge, also natürlich „Wir wollen niemals auseinandergeh’n“ und „Immer will ich dir gehören“, singt sie hier auch in englischen Versionen, und abschließend folgen zwei ebenfalls in Englisch gesungene Weihnachtstitel. Das dünne Booklet bietet einen knappen Karriereüberblick, und nennt die diskografischen Angaben zu allen vierzig Titeln.

Ulrich K. Baues