CD: Andreas Gabalier – Vergiss mein nicht

An die Spitze der deutschen Albumcharts gelangte Andreas Gabalier mit der Aufforderung „Vergiss mein nicht“ soeben wieder ohne große Anstrengung – obwohl sein auf dem Hit „Hulapalu“ basierender Fußball-WM-Beitrag „Jogi Jogi Jogi Löw“ hier garnicht vertreten ist. Der neuerliche Erfolg des VolksRock’n’Rollers verwundert jedoch keineswegs, denn die aktuelle CD schließt nahtlos an den Erfolg der „Home Sweet Home“ & „Mountain Man“--Veröffentlichungen an. Geboten wird musikalische Abwechslung, gute Laune, und auch viel Tempo. Einige der hier vorgestellten zwölf Titel können dabei auf die Soundstage Studios in Nashville, Tennessee als Entstehungsort verweisen, wie beispielsweise die aktuelle Single „Ewig“. Dies gilt auch für den rockigen Opener „Verdammt lang her“, wobei es sich übrigens nicht um eine Version des bekannten, gleichnamigen BAP-Titels handelt. Direkt darauf folgt das mit treibendem Rhythmus unterlegte „Hallihallo“ als Anspieltipp.
Ebenfalls rockig kommen der Titelsong und auch die „Kleine heile steile Welt“ rüber, wozu der „Sommerregen“ als Ballade einen klaren, gelungenen Kontrast darstellt. Mit „Des gibt’s ja net“ und dem „Lummerlandlied“ steuert Gabalier auch zwei textlich recht originelle Titel zu dieser Kollektion bei. Bei den „Loving Arms“ handelt es sich zwar nicht um den gleichnamigen Elvis-Titel, doch besteht thematisch zwischen beiden Songs eine enge Verwandtschaft. Gabaliers ganz bewusst belassener steirischer Dialekt bereitet vermutlich manchen Fans Probleme, wogegen die im farbig illustrierten Booklet abgedruckten Songtexte Abhilfe schaffen. Dass einige der Fotos am Broadway in Nashville geschossen wurden, wird nicht jede/r auf Anhieb erkennen. Desweiteren nennt das Booklet die ausführlichen Sessiondetails. Seinen Fans bietet Gabalier dieses Album auch in einer limitierten Fanbox an (Electrola 602567499923), mit zusätzlichen Postkarten etc. Zu hören und zu sehen ist der Künstler im Herbst auf seiner anstehenden Hallentournee durch Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ulrich K. Baues