Buch: USA – Der Westen

Den identisch konzipierten Band „USA – Der Osten“ stellten wir an dieser Stelle bereits vor (s. Country-Mag vom 21. Januar 2018). Hier kommt sozusagen die Fortsetzung, und diese befasst sich vor allem mit Weite, mit der Weite des Landes natürlich. Der Westen steht ja nicht nur als Synonym für viele Westernfilme, sondern auch für riesige Wüsten, gigantische Felsmonumente, ausgedehnte Nationalparks, kurzum für alles, was Naturfreunde im Überfluss erleben können. Das handliche Buch gliedert sich in mehrere Teile, wobei der Anfang sich auf die allgemeinen Infos wie Einreise, Übernachten, Maßeinheiten, Verhaltensregeln, und ähnliche bei Urlaubsplanung wichtige Angaben wie empfohlene Routen konzentriert. Diese Hilfen sind aktuell, und sollten von den potentiellen Reisenden nicht leichtfertig überblättert werden. Geografisch folgt dann die weitere Unterteilung des Reiseführers, wobei den beiden größten Staaten (Texas & Kalifornien) jeweils eigene Kapitel gewidmet werden. Themenmäßig zusammengefasst finden sich dann die vier Staaten entlang der Rocky Mountains, dazu die vier Staaten des Südwestens, sowie die beiden Staaten im Nordwesten. Und dann steckt man auch schon mittendrin, gedenkt der Gefallenen des Alamo, schaut über den Rio Grande nach Mexiko, bewundert das Skiparadies Aspen, verharrt ehrfürchtig am Little Big Horn Schlachtfeld, riskiert womöglich ein paar Dollars in Las Vegas, überquert den Großen Salzsee, lauscht am Originalschauplatz dem Bakersfield-Sound, und stattet Hollywood einen Besuch ab. Diese hier kurz angeschnittenen Ziele stellen nur eine winzige Auswahl dar, denn buchstäblich hunderte weitere mindestens ebenso reizvolle Orte schlägt der Reiseführer vor. Man dürfte vermutlich monatelang unterwegs sein, um wenigstens eine halbwegs repräsentative Anzahl davon besichtigt zu haben. Wie auch schon im Band „USA – Der Osten“ praktiziert, fehlen nicht die Hinweise auf Museen und Sportarenen, auf die Chambers of Commerce bzw. Visitors Centers, und auf alles weitere, was wichtig oder nötig ist. Alles ist farbig illustriert, die Texte sind kurz und treffend, und lenken den Fuß oder den Wagen des Urlaubers in die richtige Richtung. Zur ersten Planung einer Reise lassen sich die am Ende des Buches eingefügten Straßenkarten bestens nutzen.

Ulrich K. Baues