Buch: That Was Entertainment – The Golden Age of the MGM Musical

In Sachen Anzahl an Musicalproduktionen führte und führt das Hollywood-Studio MGM unangefochten vor allen anderen Mitbewerbern. Die Geschichte begann bereits 1929 mit der später mehrfach neu verfilmten „Broadway Melody“ und endete als eine Art Tragödie mit der berüchtigten Versteigerung von bedeutenden Teilen des MGM-Fundus‘ 1970. Dazwischen gab es viel Glanz und auch ein bisschen Elend. Zu den weltweit bekannten Erfolgen zählten sicherlich „On the Town“ („Heut‘ gehen wir bummeln“, 1949), oder „Singin‘ in the Rain“ („Du sollst mein Glücksstern sein“, 1952), oder „The Unsinkable Molly Brown“ („Goldgräber-Molly“, 1964). Auch erfolgreiche Streifen der Schwimmerin Ester Williams und des Tenors Mario Lanza standen bei MGM in deren Musical-Bilanz. Und als Rückblick auf die glanzvollen vierziger und fünfziger Jahre darf dann die zusammenfassende Kino-Dokumentation „That’s Entertainment“ von 1974 gelten. Neben den teils militärischen und romantischen Motiven gab es auch einige Verfilmungen mit Bezug zum Western. Hier ragte natürlich die weltbekannte Aufforderung „Annie Get Your Gun“ („Duell in der Manege“, 1950) hervor, doch auch die Einspielergebnisse des gefeierten „Show Boat“ („Mississippi-Melodie“, 1951) und der ungewöhnlichen Suche nach „Seven Brides for Seven Brothers“ („Eine Braut für sieben Brüder“, 1954), sowie dann auch der bereits genannten „Goldbräber-Molly“, sorgten bei den Verantwortlichen von MGM meistens für zufriedene Gesichter. Der Schwerpunkt dieses Buches liegt übrigens auf den Produktionen von Arthur Freed, bestens bekannt durch „Ein Amerikaner in Paris“ und „Gigi“, wofür er je einen Oscar erhielt. Der Hochglanzteil in der Buchmitte zeigt rund dreißig s/w-Illustrationen, mit teils berühmten Szenen aus den besprochenen Filmen.

Ulrich K. Baues