Buch: Ringo Starr – Die Biografie

Was man immer über den gefeierten Schlagzeuger der Beatles jemals wissen wollte: hier findet es sich. Autor Bardola – einem ausgewiesenen Experten für das Thema Beatles – gelang eine allumfassende Darstellung von Ringo Starrs Leben. Natürlich, man merkt den Schilderungen durchaus an, dass hier absolut kein scharfer Kritiker des „größten Drummers der Rockgeschichte“ am Werk war. Doch die stets von sehr viel Insiderwissen geprägten Sätze beschränken sich trotzdem nicht auf ständiges Lob, sondern legen auch an manchen Stellen durchaus Schwächen bloß. Im Aufbau dreigeteilt, widmet sich das Buch unterschiedlichen Aspekten. Teil Eins umfasst ein halbes Jahrhundert, von 1970 bis heute. Einem kurzen Überblick über Ringos erfolgreichen Werdegang nach der Trennung der Beatles vor genau fünfzig Jahren bis zu den verschiedenen All-Starr Bands, folgt die Vorstellung der seitdem veröffentlichten Schallplatten, sowohl der Singles, als auch der exakt zwanzig Studio-Alben. Der Einstieg in Nashville mit „Beaucoups of Blues“ fehlt hier nicht, ebenso wenig sein Weihnachtswunsch „I Wanna Be Santa Claus“, und endet erst mit „What’s My Name“ aus dem Vorjahr. Schallplatte für Schallplatte wird bewertet, und der Leser erhält quasi nebenbei noch eine komplette Diskografie mit fachlichen Anmerkungen zu allen Ausgaben. Als „Schlaglichter“ folgt dann in Chronologie eine Liste aller Termine, die Ringo während der letzten fünfzig Jahre wahrnahm, sei es privater Art wie seine Hochzeit, sei es im Studio oder auf der Bühne, wobei der Hinweis auf „Act Naturally“ mit Buck Owens nicht fehlt. Teil Zwei gibt dem Zeitraum von Ringos Anfängen in Liverpool bis Ende der Beatles Raum, wobei hier seine Songs und seine musikalischen Fähigkeiten als Drummer Begutachtung finden. Ebenfalls als „Schlaglichter“ betitelt, folgen Ringos Lebensdaten mit sämtlichen herausragenden Merkmalen bis einschließlich 1969. Teil Drei weckt gleichfalls Interesse, denn hier tritt der Star als Filmschauspieler, Produzent und Fotograf in den Vordergrund. Alle seine Spielfilme und Dokumentationen finden hier mit viel Kommentaren und teils unbekannten Anmerkungen ihre Würdigung, ebenso die bislang erschienenen Fotobände. Die Anhänge liefern je eine Auflistung der Alben und der Filme. Es gibt insgesamt vier Hochglanzteile, mit überwiegend farbigen Abbildungen von allen Stationen seiner Karriere, dazu Filmplakate und sämtliche Cover seiner bisherigen Alben.
Ulrich K. Baues