Buch: Rhythm Makers – The Drumming Legends of Nashville in Their Own Words

Hier geht es genauer gesagt um die fünf besten Schlagzeuger Nashvilles, also um jene Musiker, deren Namen zwar häufig in den CD-Booklets als Begleitmusiker genannt werden, die jedoch nur selten im Vordergrund stehen. Sie heißen Eddie Bayers Jr, Jerry Kroon, Kenny Malone, Tom Roady und Tommy Wells. Gitarristen genießen demgegenüber aufgrund ihrer ständigen Präsenz neben den jeweiligen Stars schon eher einen vergleichsweise hohen Bekanntheitsgrad. Die Fragen an die Drummer lauten nicht einheitlich, es werden also keine Fragebögen abgearbeitet. Überdies kommt jeder der fünf Persönlichkeiten in einem eigenen Kapitel zu Wort. Jedes Interview gleicht einem Gesprächsmitschnitt, worin teils völlig unterschiedliche Richtungen eingeschlagen werden. Natürlich kommen alle irgendwie auch auf ihre langjährigen Arbeiten in Nashville zu sprechen. Man erfährt ihre Vorgeschichten, wie es zur Beschäftigung in der Music City USA kam, welche Interpreten aus der Country Szene ihre Dienste in Anspruch nahmen, welche weiteren Künstler außerhalb Nashvilles von ihnen unterstützt wurden, usw. Unglaublich interessante Einzelheiten erblicken hier das Tageslicht, auch bezüglich der fünf Interviewten und ihren gegenseitigen Einschätzungen. Dem Hauptteil des Buches folgt im Anhang eine Aufstellung samt Kurzinfos zu weiteren wichtigen Persönlichkeiten der Musikszene, und neben vielen Musikern finden sich darunter auch Produzenten, Studioinhaber, usw. Die lockere Form der niedergeschriebenen Interviews verhilft dem Leser auf unterhaltsame Art zu einem spannenden Einblick in diesen wichtigen Bereich der Country Music.

Ulrich K. Baues