Buch: Lonely Planet – Miami & die Keys

Ein Urlaub an all den bekannten Örtlichkeiten Floridas dürfte sicherlich jede/n begeistern, keine Frage. Die Ferientage jedoch auf den äußersten Süden des Sunshine-States zu beschränken, vermittelt dem Reisenden allerdings ein ganz eigenes Flair: alleine Miami und Miami Beach zu erleben, bringt den Urlaubern bereits einen geradezu einzigartigen Kick. Man findet sie natürlich dort vor, die Szenerie aus „Miami Vice“ mit Art Deco-Architektur, Calle Ocho, endlosen Stränden, und Yachthäfen. Allein dies rechtfertigt einen mehrtägigen Aufenthalt in dieser riesigen Metropole. Hinzu gesellt sich das Umland, welches unter dem Namen Everglades eigentlich ein eigenständiges Ferienziel abgibt. Bevor man aber von der Fülle der Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten erschlagen wird, hilft ein Blick in diesen Reiseführer. Hier wird nämlich gegliedert, und thematisch alles aufbereitet, was für den ungetrübten Genuss dieser bekannten Urlaubsecke wichtig ist. Essen, Trinken, Schlafen, dazu Top-Tipps bzw. Hinweise auf Top-Events, Gebäude und Schauplätze erleichtern die Orientierung besonders in der Downtown von Miami. Kleine Stadtteilpläne findet der Nutzer in allen wichtigen Kapiteln vor. Ist man dann von den Strapazen der Großstadtbesichtigung so richtig erschöpft, geht es in die Natur, und hiervon bietet das riesige Gebiet der Everglades jede Menge. Empfehlungen zu geführten Touren im gleichnamigen Nationalpark, oder Geheimtipps zu kleinen Ansiedlungen, lassen bei Urlaubern keinerlei Langeweile aufkommen. Die stets mitgelieferten Praktischen Informationen helfen bei der Tagesplanung ungemein. Aber es geht ja noch weiter im Buch, denn Miami ohne die Keys wäre wie Berlin ohne Potsdam. Dieser Reiseführer beschreibt auch den südlichsten Zipfel Floridas in der erwarteten Übersichtlichkeit. Es ist schon ein einzigartiges Erlebnis: man wechselt mit Befahren des US-1 benannten Overseas Highways Richtung Süden sehr schnell in eine andere Welt. Weit weg von Freizeitparks, Hoteltürmen, vielspurigen Highways, usw. offenbart sich hier eine karibische Perle, mit allen ihren ungewöhnlichen Eigenheiten, wie türkisfarbenem Wasser, Delfinen, Schildkröten, und natürlich gerade im Winter mit angenehmen Temperaturen. Mindestens drei Stunden benötigt man mit dem PKW ab Miami bis hin zu Key West, dem Endpunkt des genannten US-Highways. Es geht u. a. über Key Largo, Islamorada und Marathon, und alle genannten Inseln verfügen über ihren eigenen Charme. Auf Key West liegt dann der Mallory Square, und die Duval Street mit Sloppy Joe’s Café (und mit Jimmy Buffetts „Margaritaville“-Restaurant). Hier herrscht stets viel touristischer Betrieb, während die anderen Inseln zwar genauso schön anzusehen sind, jedoch beschaulicher wirken. Das Buch enthält zusätzlich noch allgemein wichtige Angaben zum Besuch Floridas, einige thematisch passende farbige Abbildungen, sowie einen Faltplan von Miami.

Ulrich K. Baues