Buch: Hawaii

Bereits seit einigen Monaten wird man die Bilder des Kilauea nicht mehr los. Dieser Vulkan richtete auf Big Island unermessliche Schäden an. Aber zur Beruhigung der Touristen sei gesagt, dass der Ausbruch des Kilauea nur einen eher geringen Abschnitt von Big Islands beeinträchtigte. Woanders, nicht nur auf dieser größten Hawai’i-Insel, sondern auch auf den teils hunderte von Kilometern entfernten Nachbarinseln wie Maui, Moloka’i, Lana’i, O‘ahu oder Kaua’i, geht alles seinen gewohnten Gang. Hier bleibt auch der vorliegende Reiseführer „Hawai’i“ ein hilfreicher Begleiter. Nach einigen einleitenden Abschnitten über die Lage und das Entstehen der mitten im Pazifik gelegenen Inselgruppe gibt es einen Überblick über deren für viele sicherlich nicht bekannten Geschichte. Die Annexion des früheren Königreichs bzw. der kurzlebigen Republik Hawai’i durch die USA gegen den Willen der einheimischen Bevölkerung führt auch heutzutage noch zu kontroversen Diskussionen. Die vier bedeutendsten Inseln, also O’ahu, Maui, Big Island und Kaua’i werden hier in ausführlichen Kapiteln beschrieben. Es geht natürlich hauptsächlich um die Naturschönheiten wie Badestrände, Klippen, Steilküsten oder Wasserfälle, mit denen alle Inseln reichlich gesegnet wurden. Es geht aber auch um Golfplätze, kleine Städte und Siedlungen, Plantagen, die ebenfalls touristisch sehr reizvoll anzusehen sind. Und auch Pearl Harbour wird ein eigener Abschnitt gewidmet. Man erfährt dann quasi nebenbei von den Paniolos, hawaiianischen Cowboys auf Maui, die in einem Dorf mit Wildwest-Atmosphäre leben. Dazu passend liest sich der Hinweis auf die Cowboys der Parker Ranch auf Big Island, der größten privaten US-Ranch überhaupt, gleichfalls mit Wildwest-Flair behaftet. Hinweise auf die bekannten Surfmöglichkeiten der einzelnen Inseln fehlen nicht, ebenso wenig die Tipps für Taucher und Schnorchler. Sämtliche Ausflugstipps und Tourenvorschläge finden Ergänzung durch die allgemeinen Hinweise zu den Möglichkeiten für Übernachtungen und Restaurants, sowie durch die Anschriften der Touristenbüros und Besucherzentren. Die zahlreichen Illustrationen des Reiseführers erfolgten fast ausschließlich in Farbe.

Ulrich K. Baues