Buch: Buck ‘Em! – The Autobiography of Buck Owens

Buck Owens – führender Vertreter des Bakersfield-Sounds in der Country Music – starb 2006. Bereits in den neunziger Jahren hatte er damit begonnen, seine biografischen Anmerkungen auf Cassetten zu sprechen, um seine Lebensgeschichte auf den Markt zu bringen. Rund einhundert Stunden sammelten sich an. Buck sollte es jedoch nicht vergönnt sein, eine Veröffentlichung dieser Aufzeichnungen in Buchform zu erleben. Nach seinem Tod nahm sich Randy Poe auf Bitten von Bucks Sohn Michael dieses Nachlasses an. Er arbeitete sich durch das umfangreiche Vermächtnis, sortierte alles chronologisch, und schrieb es in der Buck’schen Ich-Form nieder. Herausgekommen ist ein Werk in 135 Kapiteln, in sieben Teile gegliedert, dessen Abschluss Bucks siebzigster Geburtstag bildet. Es sind natürlich sehr persönliche Aufzeichnungen, und sie sind selbstverständlich alle in irgendeiner Form subjektiv geprägt. Der Stolz über seine unzähligen Hits ist dabei allerdings auch mehr als verständlich, und unstrittig verfügte er in Sachen Country Music über den Status eines Superstars. Auch die Jahre bei der TV-Show „Hee Haw“ und die Sendungen der „Buck-Owens-Show“ werden hier wieder lebendig. Persönliche Empfindungen, wie beim tödlichen Motorradunfall seines Freundes und „Buckaroo“ Don Rich, oder beim Tod seiner Mutter, klammert das Buch nicht aus, gleichfalls nicht seine Hochzeiten und Scheidungen. Die Lebensgeschichte und der Karriereverlauf sowie seine geschäftlichen Ambitionen dürften aber ansonsten allen Fans vertraut sein, und Buck bietet hier im Buch auch nur bedingt Neuigkeiten. Interessanter wird es bei den drei Hochglanzteilen, wo zahlreiche teils wenig bekannte Aufnahmen zu entdecken sind, und die im zweiten und dritten Teil in vielen Fällen sogar farbig wiedergegeben werden. Über die Zeit nach Bucks siebzigsten Geburtstag fügte Co-Autor Poe die notwendigen biografischen Details an. Vorworte steuerten Brad Paisley und Dwight Yoakam bei, wogegen der Leser vergeblich nach einer Diskografie Ausschau hält.

Ulrich K. Baues