Buch: Bestechung (Roman)

Seinen aktuellen Roman mit dem eigentlich als Untertreibung geltenden Titel „Bestechung“ siedelte Erfolgsautor John Grisham diesmal im Norden Floridas an. Schauplätze wie St. Augustine an der Ostküste, daneben Pensacola und Tallahassee im Panhandle, sowie Destin und Panama City Beach an der Smaragdküste, verheißen eigentlich eher Sommer, Sonne und Strandleben. Doch davon sind die Figuren im Roman weit entfernt. Lacy und Hugo, Mitarbeiter der Aufsichtsbehörde für den Richterstand, bekommen vertrauliche Informationen über Vergehen einer Richterin. Es zeigt sich schnell, dass hier wesentlich mehr auf dem Spiel steht. Ein von Indianern betriebenes Kasino mit allen dazugehörigen Einrichtungen wie Hotels, Shopping Centers und Restaurant, dient der Geldwäsche. Als die beiden Beamten sich dort mit einem Informanten treffen, werden sie auf der Rückfahrt von einem anderen Wagen vorsätzlich gerammt. Hugo kommt dabei ums Leben. Die Geschichte nimmt jetzt rasend schnell an Fahrt auf. Das Zusammenspiel von Richterin und dem Chief und anderen führenden Personen des Indianerstamms soll mit Hilfe des FBI aufgedeckt werden. Dass die Gegenseite nicht zimperlich ist, ergibt sich aus der schnellen Absetzung des dort zuständigen Constables, der durch den Sohn des Chiefs ersetzt wird. Auch Lacy und ihre Informanten sind nun ihres Lebens nicht mehr sicher. Es gelingt dem FBI jedoch, eine der Führungspersonen durch Androhung von langen Gefängnisstrafen umzudrehen, und somit eindeutige Beweise gegen die Indianerführung und letztendlich gegen die Richterin zu beschaffen. Die Indianer werden durch ihre Verhaftung beim Golfspiel völlig überrascht, die Richterin versucht noch mit einem Teil ihrer Wertsachen außer Landes zu gelangen, wird jedoch auf dem Flughafen gestellt.

Ulrich K. Baues