Bluray: Vom Teufel verführt

Profikartenhai Carrico (Randolph) und der junge Ben (Curtis) pokern als Team an Bord des Schaufelraddampfers „Montana Queen“ auf dem Missouri. Bei einer dubiosen Runde verliert ein Mitspieler sein Vermögen. Ben quälen Gewissensbisse, und er vereitelt Carrico einen weiteren Sieg. Die beiden trennen sich im Streit. Der Rancher Matt Comfort, ein anderer Teilnehmer am Spieltisch, bietet Ben nun einen Job an. In seiner Kabine steht die lebensgroße Holzfigur eines Indianers. Ben ist beeindruckt davon, und verabschiedet sich von Matt. Allerdings wird Comfort in derselben Nacht noch an Bord des Schiffes von Flusspiraten ermordet, und die Figur gestohlen. Bens mutiges Eingreifen wehrt einer der Piraten durch brutale Hiebe mit einem silberbeschlagenen Gürtel ab, und wirft ihn über Bord. Der Mordverdacht fällt nun auf Carrico und Ben. Trotz aller Beteuerungen wird der unschuldige Carrico in Galena von einem aufgehetzten Mob gelyncht, denn Matt genoss große Beliebtheit in der Stadt. Ben muss dies machtlos mit ansehen, doch er flieht auf Drängen seiner Freundin, der Saloon-Sängerin Zoe (Miller). Der anfängliche briefliche Kontakt endet plötzlich seitens Zoe, doch wenige Jahre später kehrt Ben in Begleitung seines Kumpels Harper (Kennedy) zurück, um sie zu besuchen. Zoe ist inzwischen mit Boucher liiert, freut sich jedoch sehr über Bens Rückkehr. Matts Bruder Brand Comfort und Boucher dagegen bilden ein undurchsichtiges Gespann. Ben entdeckt bei Brand zufällig die gestohlene Indianerfigur, und findet dessen ungeschickte Erklärungsversuche äußerst verdächtig. Es kommt zu einem Schusswechsel, doch dank Harpers Eingreifen überlebt Ben, und Brand wird getötet. Die beiden erkennen die wahren Hintergründe der Ermordung Matts, und entlarven sowohl Brand als auch Boucher als Täter. Letzterer trägt sogar den besagten silberbeschlagenen Gürtel.
Doch Boucher kann Harper in seine Gewalt bringen, und will ihn lynchen lassen. Beim Showdown verhindert Ben sowohl den Lynchmord, als auch die von Boucher bereits begonnene Verbrennung belastender Unterlagen, und erzwingt vor dem hinzugekommenen Marshall (Gargan) dessen Schuldeingeständnis. Dann trifft Boucher versehentlich ein tödlicher Schuss seiner eigenen Leute. Mit Wohlwollen des Marshalls kann Harper nun unbehelligt fortreiten, wogegen Zoe und der nun völlig entlastete Ben sich gemeinsam in Richtung Schaufelraddampfer begeben.
Der spätere Weltstar Tony Curtis stand hier noch am Anfang seiner Karriere. Zuvor glänzte er in der Titelrolle des „Houdini, der König des Variete“, oder im Zirkusdrama „Trapez“, doch seine großen Erfolge wie in „Manche mögen‘s heiß“ lagen noch vor ihm. Vielleicht bildete dies einen der Gründe, warum der durchaus spannende Streifen lediglich einen bescheidenen Platz 106 in der Liste der laut Fachmagazin „Variety“ erfolgreichsten Filme des Jahres 1956 besetzte. Curtis und Colleen Miller standen zuvor erstmals im Piratenfilm „Die purpurrote Maske“ gemeinsam vor der Kamera. Miller singt im Saloon von Galena drei Lieder, jedoch erschien bislang offensichtlich keines davon auf Schallplatte.
Der Streifen wurde noch im 4:3-Format gedreht, zeigt sich aber hier nach offensichtlicher Neuabtastung im Bildformat 2,00:1. Das Bild bietet satte Farben, und die Balken am oberen und unteren Bildrand sind nur winzig. Es gibt Deutsch und Englisch in DTS-HD MA 2.0, und beide Sprachen stehen auch für Untertitelungen zur Verfügung. Beim Bonusmaterial lässt sich der Original-Kinotrailer aufrufen, sowie die obligatorische Bildergalerie mit Filmplakaten und Aushangfotos.
Euer „Country Mag“ setzt dabei noch einen drauf. Gemeinsam mit Firma Koch Films aus Planegg verlosen wir jetzt zwei Bluray-Ausgaben des dramatischen Westerns „Vom Teufel verführt“. Die Teilnahme an der Verlosung gestaltet sich ganz simpel – man schickt eine eMail mit genauer Absenderangabe an
und erhält damit die Chance auf den Gewinn einer der beiden Blurays. Bitte in der Betreffzeile natürlich „Vom Teufel verführt“ nennen. Einsendeschluss ist diesmal am 31. Juli 2022
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wie immer wünschen wir den Teilnehmer/inne/n viel Glück!                       
Ulrich K. Baues