Bluray: Mein Leben ist der Rhythmus

Die deutsche Erstaufführung dieses Dramas erfolgte am 21. Oktober 1958, also drei Wochen, nachdem Elvis Presley als Soldat in Bremerhaven eintraf. Wenn man hierzu in den alten Wochenschauen die Begeisterung bei den damaligen Jugendlichen betrachtet, lässt sich der Erfolg des Streifens in den heimischen Kinos zweifelsfrei erklären – obwohl der Film keine seichte Unterhaltung bot, und dazu lediglich in s/w aufgezeichnet wurde. Die Geschichte spielt in New Orleans, wo Danny Fisher (Presley) morgens vor der Schule noch als Hilfskraft in Charlie LeGrands (Stewart) Nachtlokal „King Creole“ einspringt. Sein Vater (Jagger) bemüht sich um Arbeit in einer Drogerie, damit der Sohn die Schule nicht vernachlässigen muss. Danny hilft der Bardame Ronnie (Jones) gegenüber einem zudringlichen Gast. Er merkt, dass sie widerwillig die Freundin von Gangster Maxie (Matthau) ist, dem alle anderen Nachtclubs gehören, außer eben dem „King Creole“. Mehr oder weniger zufällig wird Dannys Gesangstalent entdeckt, und schon bald ist er dort die Attraktion. Somit will ihn Maxie auch für seine Clubs buchen. Danny weigert sich, doch um seinem Vater zu helfen, wird er ungewollt Mitglied in der von Maxie kontrollierten Bande, die u. a. Diebstähle durchführt. Obwohl er mit Nellie (Hart) befreundet ist, wird seine Beziehung zu Ronnie immer enger. Schließlich eskaliert die Situation, als Maxie Dannys Vater unter Druck setzt. Danny fordert Maxie heraus, und flüchtet zusammen mit Ronnie an die Küste. Maxie findet sie, schießt, und trifft Ronnie tödlich, bevor er selbst ums Leben kommt. Danny kehrt zum „King Creole“ zurück, wo Nellie wartet.
Neben Elvis‘ darstellerischer Leistung bot der Streifen natürlich jede Menge Musik. Schon drei Wochen vor der US-Filmpremiere in New York am 2. Juli 1958 erschien „Hard Headed Woman“ b/w „Don’t Ask Me Why“ (RCA Victor 47-7280) als neue Elvis-Single. Die Aufnahmen entstammten dem Soundtrack des Films. Die Scheibe stürmte genreübergreifend in allen drei maßgeblichen Hitparaden des Fachmagazins Billboard in Rekordzeit nach oben, und erreichte bei den Best Selling Pop Singles die Spitzenposition, und Platz 2 in den Country & Western- und Rhythm & Blues-Charts.
In Großbritannien erschien kurz nach „Hard Headed Woman“ auch „King Creole“ auf einer Single, und beide erreichten dort den 2. Platz; in Deutschland gab es seltsamerweise keinerlei große Resonanz, denn „Hard Headed Woman“ tauchte lediglich einmal auf den hinteren Rängen der Hitparade auf. Die inzwischen vergoldete Soundtrack-LP (RCA Victor LPM-1884), mit Titeln wie „King Creole“, „Lover Doll“, „Steadfast, Loyal and True“, „Dixieland Rock“ oder „Trouble“, folgte im September, und landete auf Platz 2 der US-Verkaufscharts, und sogar auf dem ersten Platz in Großbritannien.
Die Bluray bietet mit Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch in Dolby Digital 2.0 Mono, und dazu Englisch in Dolby True HD 5.1, eine reiche Auswahl. In allen fünf genannten Sprachen lässt sich auch untertiteln. Das s/w-Bild im Format 1,78:1 kommt auf den gängigen TV-Geräten mit 16:9-Format bestens zur Geltung. Die Extras setzen sich zum einen aus dem sechsminütigen Beitrag „Filmmaker Focus“ zusammen, worin Kinokritiker Leonard Maltin interessante Kommentare zu „King Creole“ abgibt, und zum anderen aus der Möglichkeit, über die in der Szenenanwahl entsprechend benannten Bilder die einzelnen Elvis-Songs direkt anzusteuern.
Und hier kommt noch ein weiteres Extra, speziell für unsere Leser/innen:  gemeinsam mit Universal Pictures verlost euer “Country-Mag“ jetzt zwei Bluray-Ausgaben zu „Mein Leben ist der Rhythmus“. Da ist Mitmachen angesagt, denn die Teilnahme an der Verlosung gestaltet sich wieder denkbar einfach: alle, die eine eMail mit genauer Absenderangabe an:                        
schicken, haben die Chance auf den Gewinn von einer der beiden Blurays. In die Betreffzeile gehört dabei unbedingt „Mein Leben ist der Rhythmus“. Als Einsendeschluss gilt diesmal der 4. Juli 2020.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen natürlich wie stets viel Glück!
Ulrich K. Baues