Bluray: Man nannte ihn Hombre

Bei der Jagd nach Wildpferden in Arizona trifft ein Bote auf eine kleine Gruppe Apachen. Man informiert so John Russell (Newman) über sein zustehendes Erbe, eine goldene Uhr und ein Gästehaus in der nahen Ortschaft. Russell wuchs bei den Indianern auf, die ihn als Kind raubten, und lebt auch weiterhin bei ihnen. Zur Welt der Weißen besteht für ihn keine Beziehung. Er will das Haus daher verkaufen, und lässt dies die derzeitige Betreiberin Jessie (Cilento) wissen. Dort wohnen auch Sheriff Braden (Mitchell), bisheriger Freund Jessies, und ein junges Ehepaar. Bis auf den Sheriff treffen sich dann auf der Fahrt zur nächsten Stadt alle in der Postkutsche von Mendez (Balsam) wieder. Weitere Passagiere sind Indianeragent Dr. Favor (March) mit Gattin Audra (Bush), und Grimes (Boone). Die Kutsche wird überfallen, wobei sich Grimes und Braden als Mitglieder der Bande zu erkennen geben. Sie erbeuten das von Favor zuvor bei den Apachen veruntreute Geld. Die Passagiere bleiben ohne Pferde und Wasser zurück, und überdies nimmt Grimes Audra als Geisel mit. Russell gelingt es, zwei Banditen zu töten, und somit ist das Geld wieder im Besitz von Favor. Alle verbliebenen Passagiere folgen nun Russell zu Fuß, der als einziger weiß, was zu tun ist. Beim Marsch fast ohne Wasser kochen zwischen den Beteiligten Spannungen hoch, die Russell scheinbar unbeteiligt lassen. An einer verlassenen Mine treffen beide Gruppen aufeinander. Grimes bietet Audra als Tausch gegen das Geld an, und lässt sie im Angesicht der Passagiere gefesselt in der brennenden Sonne liegen. Nach vielen Diskussionen nimmt Russell die Satteltaschen mit dem Geld, tauscht dies gegen Lumpen aus, und erklärt sein Einverständnis zu diesem Handel. Er geht, und schneidet Audra los, die langsam zur Gruppe wankt. Dann wirft er Grimes die Satteltaschen hin. Dieser bemerkt die Täuschung, und es kommt zum Schusswechsel, bei dem sowohl Grimes als auch Russell getötet werden.
Paul Newman als Russell redet wenig, und zeichnet ein damals noch ungewohntes (Kino-)Bild des Indianers, also mit nur geringen Empfindungen für Mitmenschen, stets wissend, was zu tun ist, und im gewissen Rahmen verlässlich. Der Streifen galt im Veröffentlichungsjahr als einer der erfolgreichen Filme von 1967. Der Soundtrack von David Rose erschien in den USA als „Theme from ‘Hombre‘“ im Februar 1967 auf einer Vinyl-Single (Capitol P-5837), welche jedoch keine Notierungen in den Charts hinterließ.
Der Western im Format 2,35:1 zeigt als Bluray auf 16:9-Bildschirmen oben und unten schwarze Balken. Beide Sprachversionen, also Englisch und Deutsch, laufen als DTS-HD MA 2.0, wobei letztere einige auf Deutsch untertitelte Szenen mit englischer Dialogsprache enthält. Beide Sprachen werden auch zur Untertitelung angeboten. Auf Extras verzichtete man dagegen völlig.

Ulrich K. Baues