Bluray: Mackennas Gold

Beim deutschen Erzähler aus dem Off handelt es sich um Paul Klinger (u. a. „Immenhof“), im Original ist es der Kanadier Victor Jory. Sie führen beide in die Hintergründe der Geschichte ein: in einem verborgenen Tal namens „Cañon del Oro“ sollen riesige Goldvorkommen liegen, doch Apachengeister bewachen den Zugang. Zu Filmbeginn wird Marshall Mackenna mitten in einer Gesteinswüste aus dem Hinterhalt beschossen. Beim Zurückfeuern verletzt er einen alten Indianerhäuptling (Ciannelli) tödlich. Bei ihm findet Mackenna eine Schatzkarte, die er jedoch umgehend verbrennt. Dann wird er von Colorado (Sharif) und seiner Bande umstellt und mitgeschleppt. Unfreiwillig dabei ist auch Inga (Sparv), die Tochter des ermordeten Richters von Hadleysburg. Mackenna erreicht unter zähen Verhandlungen, zusammen mit Inga freigelassen zu werden, wenn er im Gegenzug die Banditen zum Ort des Goldes führt. Es gibt allerdings noch weitere goldgierige Gestalten, so den Spieler Baker (Wallach) mit anderen „Gentlemen“ aus Hadleysburg. Und es taucht noch eine Abteilung US-Kavallerie auf, angeführt von Sergeant Tibbs (Savalas), der nach ersten Gefechten seine Männer zurück zum Fort schickt, um sich selbst an der Jagd nach dem Gold zu beteiligen. Stets im Hintergrund wirken auch die Apachen mit, darunter Hesh-ke (Newmar), eine frühere Freundin Mackennas. Sie bemerkt die sich anbahnende Beziehung zwischen Inga und Mackenna, und will ihn nackt in einem See verführen, wird jedoch abgewiesen. Ihren folgenden Versuch, Inga zu ertränken, vereitelt Mackenna. Da die Gefechte untereinander ständig weitere Opfer kosten, und einige Personen flüchten, reduziert sich die Zahl der Goldsucher drastisch. Mackenna findet dann mittels Sonnenstand an der wegweisenden Felsnadel den Zugang zum Cañon. Tatsächlich glänzt dort alles vor Gold. Unter den verbliebenen Personen bricht sich die Gier nach dem edlen Metall Bahn, und somit reduziert sich die Zahl der Überlebenden auf drei, neben Mackenna und Inga bleibt nur noch Colorado übrig. Zwar kämpfen die beiden Männer erbittert gegeneinander, doch beim sich dann abzeichnenden Einsturz des gesamten Cañons gelingt es ihnen, in letzter Sekunde zu entkommen. Colorado reitet nun allein davon, und Mackenna und Inga galoppieren gemeinsam weiter – anscheinend ahnt der Marshall nicht, dass sich in der Packtasche seines Pferdes jede Menge Goldklumpen befinden.
Trotz der hinreißenden Kameraführungen über die eindrucksvollen Felsformationen und endlos weiten Ebenen, sowie der spannenden Story, entwickelte sich der Streifen in den USA nicht zu einem Kassenknüller. Gedreht wurde überwiegend in Oregon, Utah und Arizona. Auch der Soundtrack verdient Aufmerksamkeit. Die zugehörige LP „Music from the Score of the Motion Picture Mackenna’s Gold“ von Quincy Jones erschien auf RCA-Victor LSP-4096, und enthielt den von José Feliciano im Film zu hörenden Song „Old Turkey Buzzard“. Dieser Titel erschien im April 1969 auch als Single, allerdings lediglich als Rückseite des mittleren Feliciano-Hits „Marley Purt Drive“ (RCA Victor 47-9739). In der hiesigen Filmfassung singt Gus Backus im Abspann eine geradezu kultige deutsche Version des „Buzzard“, die auch als Single unter dem Titel „Geier-Ballade“ („Geier am Himmel“, Polydor 53122) angeboten wurde. Erstaunlicherweise feierte man die Erstaufführung im März 1969 in Deutschland, gefolgte von weiteren westeuropäischen Ländern, bevor im Mai 1969 in Phoenix, Arizona der US-Filmstart erfolgte.
Dieser neu in HD abgetastete Western weist als Bildformat 2,35:1 auf, womit sich bei 16:9-Monitoren die schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand erklären.  Deutsch und Englisch in DTS-HD MA 2.0 Mono stehen zur Verfügung, doch leider keine Untertitel. Im Bonusteil findet man den Original-Kinotrailer, sowie eine Bildergalerie mit Plakaten und Abbildungen aus dem Film.
Ulrich K. Baues