Bluray: Jersey Boys

Clint Eastwoods Name als Regisseur weckt gerade bei den Western-Fans umgehend Neugierde auf diesen Streifen. Es handelt sich um die biografische Geschichte der Gesangsformation Frankie Valli & the Four Seasons. Heutzutage würde man von einer Boygroup sprechen. Drei Jungs aus New Jersey finden zu Beginn der fünfziger Jahre zusammen, und singen. Einer von ihnen ist Tommy DeVito (Piazza), der auch den Erzähler gibt, und bei den anderen handelt es sich um seinen Bruder Nick (Cannizzaro), sowie ihren Freund Nick Massi (Lomenda). Nach einem Knastaufenthalt gründet Tommy die Gruppe unter Einbeziehung von Frankie Valli (Young) neu, erst als Four Lovers, dann unter dem jetzt bekannten Namen. Bob Gaudio (Bergen) kommt hinzu. Es folgen Probesessions in New York, und dank Produzent Bob Crewe (Doyle) wird ein neuer Sound geboren. Die Musiker können die ersten großen Plattenerfolge feiern. Dann folgen natürlich lange Tourneen, Fernsehauftritte, und somit treten auch Spannungen untereinander und im Privatleben zutage. Tommy Schulden führen zum Auseinanderbrechen der Gruppe. Gaudio, der hier ebenfalls als Erzähler zu hören ist, bleibt Produzent, und setzt trotz der aufgelaufenen Schulden auf Frankie Valli. Als Vallis Tochter Francine (Tingley) an Rauschgift stirbt, ist er ganz unten, doch Gaudio wirkt auch hier auf den Künstler ein, und verhilft ihm zu neuen Erfolgen. Die Geschichte endet 1990 mit der Aufnahme von Frankie Valli & the Four Seasons in die Rock & Roll Hall of Fame.
Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch gibt es in Dolby Digital 5.1, und dazu nochmals Englisch in DTS-HD MA 5.1. Untertiteln lässt es sich in elf Sprachen. Als Bild erscheint 16:9-formatiges Widescreen. Die Extras bestehen aus drei Teilen, in denen der Weg des Musicals zum Spielfilm geschildert wird, und Kommentare der Darsteller und Verantwortlichen geboten werden. Der Soundtrack besteht zum großen Teil aus den Originalaufnahmen von Frankie Valli & the Four Seasons, mit einigen Ausnahmen, wo z. B. Hauptdarsteller Young selbst singt.

Ulrich K. Baues