Blu-Ray: Driven

Der Streifen spielt im Rennfahrer-Milieu, und man fühlt sich manchmal wie bei der Formel I. Unterschiede finden sich jedoch genug, denn die Rennarenen sind andere, und nirgends sieht man beispielsweise den Begriff “Ferrari“. Die Geschichte dreht sich um alte Konstellationen, denn es gibt einen Spitzenfahrer namens Brandenburg (Schweiger), und seinen jungen Konkurrenten Bly (Pardue). Bly wird von seinem Bruder gemanagt, der ihn antreibt. Es entstehen weitere Spannungen, als Brandenburgs Freundin zu Bly wechselt. Hier muss Ordnung her, denkt sich der gelähmte Rennstallbesitzer Henry (Reynolds), und bitte den Ex-Fahrer Tanto (Stallone) um Unterstützung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zeigen sich Erfolge hinsichtlich Blys, jedoch bleiben auch Probleme und Rückschläge nicht aus. Mehrere spitzenmäßig gefilmte Rennszenen sorgen dazwischen für jede Menge an optischen Kicks, so beispielsweise die Rennwagen-Jagd zwischen Bly und Tanto durch das nächtliche Chicago. Nun ja, nach vielen Irrungen und Wirrungen und Rennen stehen die drei Fahrer Bly, Brandenburg und Tanto dann gemeinsam feiernd auf dem Siegertreppchen. Die Besetzungsliste umfasst übrigens neben Schweiger mit Jasmine Wagner (Blümchen) und Verona Pooth (Feldbusch) weitere Darsteller aus der deutschsprachigen Schauspielerriege. Hinzu kommt ein Soundtrack, der in fast jede musikalische Richtung hin offen ist; von den ca. dreißig Titeln stammen aber lediglich vier von Künstlern aus Nashville, nämlich von Jo Dee Messina, LeAnn Rimes, Tim McGraw und Hank Williams III. Messinas Single “Burn“ schaffte es im Februar 2001 immerhin bis auf den 2. Platz in den Country Charts, noch zwei Monate vor dem US-Filmstart. Das Einspielergebnis des Streifens blieb jedoch erstaunlicherweise weit unter den Erwartungen und deckte nicht einmal die Produktionskosten.
Die Bluray bietet vier Sprachversionen, wobei die englische Ausgabe in DTS-HD MA 5.1 erklingt, und Deutsch sowie Italienisch in Dolby Digital 5.1 zu hören sind. Spanisch muss sich mit Dolby Digital 2.0 begnügen. Untertitelungen lassen sich gar in fünf Sprachen aufrufen. Als Kinofilm kommt das Bild natürlich auf 16:9-Schirmen bestens zur Geltung. Für das Bonusmaterial wählte man den US-Kinotrailer, von Stallone kommentierte entfallene Szenen, ein Making of, sowie eine Dokumentation aus.

Ulrich K. Baues