Bluray: Die Revolverhelden von Kansas

1859, also kurz vor Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges, kämpfen auf dem damaligen Kansas-Territorium verschiedene Interessengruppen um Macht und Einfluss, aus manchmal höchst egoistischen Motiven. Die sogenannten „Jayhawkers“ (so der originale Filmtitel) unterstützen dabei zwar den Norden, doch deren Anführer Luke Darcy (Chandler) liebäugelt mit mehr – er will sich ein freies Kansas erobern. Dazu überfällt er ein Städtchen nach dem anderen. Nun kommt Cam Bleeker (Parker) ins Spiel. Er hatte sich nach seiner Flucht aus dem Gefängnis bis zu seiner Farm durchgeschlagen. Doch seine Frau ist tot, und auf der Farm lebt nun die Französin Dubois (Maurey) mit ihren Kindern. Die beiden freunden sich an, doch dann wird Bleeker von Clayton (Rudley), dem Militärgouverneur von Kansas, festgesetzt. Seine Chance erhält er, wenn er Darcys Bande aufspürt, und ihn dem Gouverneur übergibt. Bleeker gelingt es, von Darcy in der Bande akzeptiert zu werden, trotz ihm feindlich gesinnter Mitglieder wie Lordan (Silva). Zwischen den beiden entsteht sogar etwas wie Sympathie. Trotzdem behält Bleeker sein Ziel vor Augen, und ermöglicht geschickt die Ausschaltung der Bande. Darcy und Bleeker stehen sich dann in einem Saloon zum Showdown gegenüber – daher kann Bleeker dem Militärgouveneur Darcy nur tot übergeben, wird aber trotzdem begnadigt.
Beim Kinostart 1960 in Deutschland und Österreich trug dieser Streifen den Titel „Der Herrscher von Kansas“. Mit Fess Parker stand hier ein in den USA damals wohlbekannter Darsteller vor der Kamera, obwohl das 1955 maßgeblich von ihm ausgelöste „Crockett-Fieber“ gerade abebbte – in Walt Disneys Miniserie „Davy Crockett“ zeigte sich Fess nämlich in jener legendären Waschbärenfellmütze, die danach quasi jeder Junge in den USA unbedingt besitzen musste. Den rein instrumentalen Soundtrack von Jerome Moross gibt es auf der CD „The Jayhawkers“ als Intrada Special Collection ISC 211 (7202585-211-2), und darauf als Extra den Song „Hippy-Happy-Henny“, im Film angesungen von Fess Parker.
Das verwendete Bildformat 1,85:1 füllt die gängigen TV-Monitore völlig aus. Beim Ton lässt sich zwischen Deutsch und Englisch wählen, beides in DTS-HD MA 2.0. Es gibt allerdings keine Möglichkeiten zur Untertitelung. Dafür lässt sich eine Artwort-Galerie öffnen, die zahlreiche in- und ausländische Filmplakate hierzu zeigt.

Ulrich K. Baues