DVD: Nashville

“Bicentennial“ lautete Mitte der siebziger Jahre das Schlagwort für die damals bevorstehenden 200-Jahr-Feiern der USA. Diesen Hintergrund fand Regisseur Robert Altman vor, als er seine Arbeiten für “Nashville“ umsetzte. Eine weitere markante filmische Zutat bot der laufende Präsidentschaftswahlkampf. Da wurde das Filmen in der Hauptstadt Tennessees anscheinend niemals langweilig, wie man an den unzähligen Altman-typischen Einstellungen merkt. Hinzu kommen die für heutige Verhältnisse völlig ungewohnten Aufnahmen vom Nashville der siebziger Jahre, noch ohne “Batman“-Building, usw. Alleine diese ganzen Szenen rechtfertigen schon den Kauf der vorliegenden DVD. Aber da gibt es ja noch ein Drehbuch, ebenfalls Altman-typisch angelegt, mit vielen Handlungssträngen, die eigentlich nicht – oder doch schon irgendwie – zusammenhängen. Und es gibt auch noch viel Musik, sogar Country Music, auch wenn es sich bei den Interpreten um die Akteure handelt, und nicht um die damals angesagten Stars der Szene. Beispielsweise trägt die Anfang erst vor wenigen Wochen, am 8. August 2013 verstorbene Karen Black (bekannt u. a. als Sue aus dem 1973er “Cisco Pike“ an der Seite von Kris Kristofferson) hier mit zwei selbstgeschriebenen Titeln zum Soundtrack bei, und ebenso Keith Carradine, Ronee Blakley, nebst anderen.
Die DVD-Ausgabe bietet Englisch in Dolby Digital 5.1, Deutsch dagegen nur in Dolby Digital 2.0 Mono, sowie beide Sprachen zur Untertitelung. Das Bild erscheint im kinotypischen Format, d. h. es ist auf 16:9-Fernsehern bestens aufgehoben. Die Extras bestehen aus einem Interview mit dem 2006 verstorbenen Altman, sowie seinem Audiokommentar zum Film. Ebenfalls dabei ist der Kinotrailer. 

Ulrich K. Baues