DVD: Der Mann, der die Katzen tanzen ließ

Dumm gelaufen – Catherine Crocker (Miles) flüchtet vor ihrem Gatten Willard (Hamilton), und gerät in einen Zugüberfall. Unfreiwillig reitet sie mit den Banditen davon. Eine Posse unter Detektiv Lapchance (Cobb) ist ihnen auf den Fersen. Die Flucht wird dramatisch, als sich Billy (Hopkins) ihr nähern will, doch vom “Captain” gerufenen Jay (Reynolds) zurückgehalten wird. Billy wiederum wird von Dawes brutal zusammengeschlagen, und liegt dann im Sterben. Bei einem Indianerüberfall auf das Lager der Banditen spitzt sich alles zu. Billy wird getötet, und Dawes will sein Geld retten, und schickt die Indianer zu Catherine, die auch über sie herfallen. Jay kommt in letzter Sekunde, kann die Rothäute töten, und zieht mit Catherine alleine weiter. Ab jetzt dreht sich der Film vom Drama zur Liebesgeschichte. Jay stutzt seinen Vollbart zum Schnäuzer, und Catherine wandelt sich von einer Lady zum Cowgirl. Gemeinsam besuchen sie das Shoshonendorf, woher Rays getötete Frau Cat Dancing stammt. Die Szene, wo seine beiden ahnungslosen Kinder ins Zelt kommen, ist anrührend. Inzwischen ist allerdings auch die Posse in der Nähe angekommen. Jay macht sich alleine auf den Weg, wird aber von Catherine wieder eingeholt. Als die Posse deren Nachtlager entdeckt, und Crocker Jay anschießt, nimmt Catherine die Pistole, und trifft Crocker tödlich. Lapchance lässt die beiden weiterreiten.
Über den deutschen Filmtitel kann man nur den Kopf schütteln – Jay ließ keine Katzen tanzen, sondern er liebte Cat Dancing, also “Tanzende Katze”, seine indianische Frau. Und warum der Streifen eine “FSK ab 18” trägt, wundert sehr, enthalten doch Filme mit niedrigeren FSK-Freigaben manchmal wesentlich brutalere Szenen. Der Western läuft ungekürzt, aber erstaunlicherweise sind hier die dann rein englischsprachigen Szenen nicht in Deutsch untertitelt. An Sprachen lässt sich zwischen Deutsch und Englisch in Dolby Digital 2.0 wählen. Das Bild im Format 2,35:1 weist auf den 16:9-Monitoren am oberen und unteren Bildrand schwarze Streifen auf. Als Booklet gibt es einen Nachdruck des “Aktuellen Filmprogramms”, mit Angaben zu Stab, Besetzung und Inhalt, und mittels s/w-Fotos illustriert.

Ulrich K. Baues