CD: Various Artists – James Dean – Rebel with a Cause

Vor wenigen Wochen erst, genauer am 8. Februar, wäre der Hollywood-Darsteller James Dean 90 Jahre alt geworden. Das Schicksal meinte es nicht gut mit ihm, sondern vergönnte ihm lediglich 24 Jahre. Ein tragischer Verkehrsunfall nahe der heutigen Zusammenführung der beiden kalifornischen State Routes 41 und 46 beendete jäh sein junges Leben. Bis zum jetzigen Tage gibt es Diskussionen über die Unfallursache. Fuhr James Dean zu schnell? Missachtete der Unfallgegner Deans Vorfahrt? Fest steht, dass Dean trotz einsetzender Dämmerung ohne Schweinwerferlicht fuhr. Da widersprüchliche Gutachten zum Unfallhergang existieren, wird dieses Thema sicherlich weiterhin kontroverse Debatten befeuern. Auf dieser CD gibt es eine abwechslungsreiche Sammlung von Aufnahmen, die alle irgendwie mit James Dean in Verbindung stehen. Ein Teil davon stammt von Filmkomponist Leonard Rosenman, entnommen seinem 1956 veröffentlichten Album „Tribute to James Dean“ (Imperial 9021), und enthält Soundtrack-Ausschnitte aus „East of Eden (Jenseits von Eden)“ und „Rebel Without a Cause“ (… denn sie wissen nicht, was sie tun)“. Dazu gesellen sich Tribute Songs, wie die „Ballad of James Dean“ (Jubilee 45-5255) des R & B-Quartetts The Four Tunes, oder die „Message from James Dean“ (Cadence 1301) von Bill Hayes, der kurz davor noch mit “Davy Crockett“ auf Platz 1 der US-Hitparade logierte.
Das Orchester von Dick Jacobs stieg mit der Single „A Boy Named James Dean“ (Coral 9-61705) ins Geschäft ein, und mit einem gehörigen zeitlichen Abstand von rund einem Dutzend Jahren entschloss sich 1967 die „Bezaubernde Jeannie“ Barbara Eden zur Veröffentlichung von „Rebel“ (Dot 45-17022). Europa blieb nicht untätig, denn in Gestalt der englischen Sängerin Lita Roza mit „Jimmy Unknown“ oder dem Deutschen Walter Peter und seinem „James Dean Blues““ gab es auch hier Songs mit Bezug zu Dean; spätere Aufnahmen gibt es von The Jets, und der Waliserin Bonnie Tyler. Weitere instrumentale Aufnahmen entstammen dem Soundtrack des 1957er Spielfilms „The James Dean Story“. Deans Freundin Pier Angeli steuert den Titel „Souvenir D’Italie“ aus ihrem 1958er Album „Italia con Pier Angeli“ (Roulette SR-25051) bei. James Dean selbst ist ebenfalls zu hören, aber natürlich nur als Interviewpartner, bzw. Ansager. Fehlt hier nicht etwas? Doch, die Eagles mit ihrer 1974er Single „James Dean“ (Asylum E-45202) hätten hervorragend in diese Kollektion gepasst. Das über dreißig Seiten starke Booklet stellt sämtliche für diese CD ausgewählten Songs und Künstler vollständig vor, illustriert mit Porträtfotos und Abbildungen von Plattenhüllen, und kommentiert von Musikjournalist Bill Dahl.
Text: U. K. Baues, Bild: R. Gehring