Buch: Verführer und Rebell – Horst Buchholz

Sein Bekanntheitsgrad ist hierzulande weiterhin sehr hoch – der 2003 gestorbene Horst Buchholz konnte auf eine große Zahl an erfolgreichen Filmen und TV-Arbeiten zurückblicken. Der Durchbruch des Stars kam 1956 mit “Die Halbstarken“, an der Seite von Karin Baal. Hier gab er für viele Jugendliche den Typ eines deutschen James Dean ab. Weitere Auftritte in Kinoerfolgen wie “Felix Krull“ oder “Monpti“ festigten seinen Ruf als Kassenmagnet. Zwangsläufig kamen dann auch Angebote aus Hollywood, und damit rückte Buchholz auch für Western-Fans in den Fokus. Unvergessen bleibt seine Rolle als Mexikaner Chico in der 1960er Verfilmung des Spätwesterns “Die glorreichen Sieben“ unter der Regie von John Sturges. Hier spielte er an der Seite von Hollywood-Größen wie Steve McQueen, Yul Brynner oder Robert Vaughn. Und noch ein weiteres Mal wirkte Buchholz in einer Westernproduktion mit, diesmal im Fernsehen: in drei Episoden der sogenannten Mini-Serie “How the West Was Won“ stellte er 1978 den Sergei dar; unter dem Titel “Das war der Wilde Westen“ liefen diese 1991 im deutschen Fernsehen. Die hier sorgfältig recherchierte und sehr ausführlich dargestellte Lebensbilanz von Horst “Hotte“ Buchholz umfasst neben Spielfilmen auch Theaterengagements und Fernsehshows. U. a. wirkte er auch in mehreren Derrick-Folgen mit. Einen guten, wenn auch nicht vollständigen Überblick gibt hierbei die im Buchanhang abgedruckte Aufstellung von Buchholz‘ Arbeiten. Der Bildteil bietet zahlreiche s/w-Fotos, teils bekannt, teils hier erstmalig zu sehen.  

Ulrich K. Baues