Buch: Lee J. Cobb – Characters of an Actor

Am 11. Februar war es genau vierzig Jahre her, dass er in Kalifornien starb. Man muss allerdings erst ein bisschen überlegen, ehe es bei diesem Namen „klick“ macht. Natürlich, Cobb spielte eine Hauptrolle in „Die Faust im Nacken“, war einer der „Zwölf Geschworenen“, und wirkte in Western wie „Der Mann aus dem Westen“ oder „Der Mann, der die Katzen tanzen ließ“ mit. Deutsche Fernsehzuschauer kannten ihn aber vor allem aus der TV-Serie „Die Leute von der Shiloh Ranch“, worin er in den ersten vier Staffeln die Rolle des Ranchbesitzers Richter Garth innehatte. Diese Biografie beschäftigt sich jedoch auch mit der ersten Zeit von Cobbs Karriere, die schon in den dreißiger Jahren begann. Wie auch viele andere spätere Hollywood-Stars, startete er beim Theater. Danach widmete er sich dem Film, und begann mit kleinen Rollen. Da er nach einigem Zögern dann doch beim Komitee für unamerikanische Umtriebe Aussagen gegen andere tätigte, blieb er zwar von einem Arbeitsverbot verschont. Allerdings rückten nun manche Kollegen von ihm ab. Somit gab es widersprüchliche Meinungen über ihn. Im Buch beleuchtet der Autor auch den weiteren Weg des Charakterdarstellers, der nie in der ersten Reihe Hollywoods stehen durfte, jedoch stets interessante Rollen besetzte. Zwei Fototeile mit vielen unbekannten s/w-Bildern illustrieren diese informative biografische Arbeit.

Ulrich K. Baues