Buch: Glamour, Gidgets, and the Girl Next Door – Television’s Iconic Women from the 50s, 60s, and

Mit diesem Thema kann man sich auch im deutschsprachigen Europa bei Vorliegen geeigneter Informationen durchaus beschäftigen. Der Autor stellt bekannte weibliche Fernsehstars aus nicht weniger bekannten TV-Serien bzw. Shows vor. So weit, so gut, mag man denken, denn ganz ungewöhnlich klingt dies nicht. Allerdings geht Autor Pilato hier von der US-Szene aus, und diese bietet doch einiges mehr, als in Europa gezeigt wird. Wir kommen daher in den Genuss von Berichten über weibliche Stars, die uns hierzulande teils weniger bekannt, teils mit vielen anderen Projekten erfolgreich waren, oder uns sogar völlig unbekannt blieben. Sally Field beispielsweise, die als „Gidget“ in der gleichnamigen TV-Serie nur eine Staffel lang an die Erfolge der auch in Deutschland gezeigten Kinofilme „April entdeckt die Männer“, „April entdeckt Hawaii“ und „April entdeckt Rom“ anzuknüpfen versuchte.  Der Country-Szene wurde sie später als Partnerin von Burt Reynolds und Jerry Reed in den „Schlitzohr“-Streifen ein Begriff. Marie Osmond dagegen konnte bereits einige handfeste Country-Hits vorweisen, bevor sie mit Bruder Donny die erfolgreiche „Donny & Marie Show“ startete. Inger Stevens feierte Erfolge mit der Fernsehserie „The Farmer’s Daughter“, die nie in Deutschland lief; dennoch  wurde sie hierzulande bekannt, und zwar durch Western wie „Hängt ihn höher“ oder „Todfeinde“. Durch die leider ebenfalls hierzulande unberücksichtigt gebliebene TV-Show „Beverly Hillbillies“ wurde Donna Douglas in den USA ein Star, doch allenfalls durch ihre Mitwirkung im Elvis-Film „Frankie und Johnny“ wird man sie hier in Erinnerung haben. Linda Evans dürfte eine Ausnahme sein, denn sie kannte man bereits aus der Westernserie „Big Valley“, bevor sie dem „Denver Clan“ beitrat, und später auch in „Fackeln im Sturm“ zu sehen war. Mit Anne Francis (u. a. „Privatdetektivin Honey West“), Diana Rigg (u. a. „Mit Schirm, Charme und Melone“), Peggy Lipton (u. a. „Twen Police“), und den „Drei Engeln für Charlie“ befassen sich weitere Abschnitte des Buches. Mehr als vierzig mehr oder weniger vertraute weibliche Gesichter findet man hier insgesamt, und jeder Eintrag verfügt über ein farbiges Foto, einen Karriereüberblick, sowie über ausführliche biografische Informationen.

Ulrich K. Baues