Sam Lee: Ground Of Its Own

Die britische Folkszene erlebt seit einiger Zeit eine Renaissance. Grund dafür sind junge Künstlerinnen und Künstler wie Sam Lee, die der traditionellen Musik neue Impulse verleihen und die Flamme des Folk weitertragen.
Das erste Album „Ground Of Its Own“ von Sam Lee ist das Ergebnis einer langjährigen Feldforschung. Der Akteur zog durch das Land, klopfte an Haustüren und Wohnwagen, traf umherziehende und sesshafte englische Roma sowie fahrendes Volk, so genannte „Gypsy and traveller groups“, ließ sich Geschichten und Mythen erzählen, partizipierte an ihrem Wissen über das Land und seine Menschen und hörte Lieder, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden.
Auf „Ground Of Ist Own“ finden sich nun Songs, die Sam Lee von einem Schäfer aus Sussex namens Enos White, von der irischen Cassidy Family, der Sängerin Phoebe Smith aus Suffolk, von einem Pferdehändler aus Surrey mit dem Namen Jasper Smith sowie dem 2009 verstorbenen schottischen Balladensänger Stanley Robertson adaptiert hat, dem dieses Album zudem gewidmet ist. Stanley Robertson war es nämlich, der Sam Lee die Kunst des Folk- und Balladengesangs in einer fast vierjährigen Lehrzeit beibrachte.
Die acht Songs der Produktion beinhalten Instrument wie Harfe, Maultrommel, Ukulele, Trompete, Kornet, Tabla, Cantele und Violine und machen aus „Ground Of Ist Own“ für Folk-Liebhaber ein unentbehrliches, neues Werk. Diese Musik ist Old-Time und dabei zeitlos und tief berührend.
Iris Paech