Memphis ehrt seine größten Musiker

Mit 25 Auserwählten startet die
Memphis Music Hall of Fame

Memphis hat die ersten 25 Mitglieder seiner geplanten Ruhmeshalle für Musiker und Förderer der Musik aus der eigenen Stadt ausgewählt und am 29. November in einer Ernennungsgala geehrt. Die Memphis Music Hall of Fame soll im Jahr 2013 eröffnen. Mit der Bekanntgabe der Erstgewählten ist dieses Ziel jetzt ein großes Stück näher gerückt.
Elvis Presley ist natürlich dabei und auch der weiterhin höchst agile große alte Mann des Blues: B.B. King. Auch Otis Redding und Booker T. & the MGs sind in dem erlauchten Kreis zu finden, genauso wie der ebenfalls noch tourende Jerry Lee Lewis und der legendäre Gründer des Sun Studio: Sam Phillips. Sie alle zählen zu den ersten Stars, die jetzt in die Memphis Music Hall of Fame aufgenommen wurden. Das Auswahlkomitee hat aber auch eine Band aus Memphis ausgewählt, die über Rock ‘n‘ Roll, Blues und Soul weit hinausweist, nämlich die Rapper Three 6 Mafia.
Das zwölfköpfige Komitee besteht aus Musikern, Produzenten, Journalisten, Autoren und weiteren Experten mit enger Anbindung an die Musikszene von Memphis. Die Ruhmeshalle wird ihre Räume entweder im bestehenden Memphis Rock ‘n‘ Soul Museum haben – in dem Teil, der bisher Sonderausstellungen vorbehalten ist – oder in einer ehemaligen Feuerwache 30 Meter weiter. So oder so, die Memphis Music Hall of Fame soll noch im Jahr 2013 als Teil des Memphis Rock ‘n‘ Soul Museum eröffnen. Ausgemachte Sache ist auch, dass anschließend jährlich rund fünf weitere Musiker dazukommen – als einer der ersten dann Johnny Cash, der seine Karriere in Memphis begann und später nach Hendersonville bei Nashville, ebenfalls in Tennessee, zog.
Bildlegende: Joshua Swee, Museum Manager des Memphis Rock ‘n‘ Soul Museum vor einem improvisierten, gestellten Schild für die Memphis Music Hall of Fame, die dem Museum angegliedert werden soll.

Auf der Gala im Cannon Center for the Performing Arts traten mit dem Jazz-Saxophonisten George Coleman und dem Bluesgiganten Bobby „Blue“ Bland zwei lebende Legenden auf. Beide sind stark gehbehindert, lösten aber bei den mehr als 500 Zuschauern mit ihrer ungebrochenen Ausdruckskraft Begeisterungsstürme aus. Anstelle von Otis Redding, der schon 1967 bei einem Flugzeugabsturz umkam, legten seine beiden Söhne Dexter und Otis Redding III einen fulminanten Auftritt hin.
Memphis wurde in der Popmusik häufiger als jede andere Stadt besungen. Mit dem Rock ‘n‘ Roll und dem Soul gingen von Memphis mindestens zwei musikalische Umwälzungen aus, die auf viele Länder der Welt übersprangen und die jegliche heutigen Popmusik kaum denkbar wäre. Zu den ersten der Erstaufgenommenen der Memphis Music Hall of Fame zählen neben den bereits genannten auch ZZ Top, Al Green, Isaac Hayes, Howlin‘ Wolf, W.C. Handy, Memphis Minnie, die Staple Singers, Willie Mitchell, Rufus Thomas, Jim Dickinson, Professor William T. McDaniel, Jim Stewart und Estelle Axton, Dewey Phillips, Lucie Campbell, Nat D. Williams und Jimmie Lunceford.
Die Memphis Music Hall of Fame ergänzt die bereits jetzt einzigartige Ansammlung weltbekannter Musikattraktionen in der Millionenstadt am Mississippi, darunter Elvis Presley’s Graceland, das Sun Studio, die legendäre Bluesmeile Beale Street, das Stax Museum of American Soul Music und das Memphis Rock ‘n‘ Soul Museum.
Kostenlose Reiseinformationen:
Verkehrsbüro Memphis & Mississippi
Horstheider Weg 106a
33613 Bielefeld
Tel. 0521-986-0420
 www.memphis-mississippi.de
Fotos: Wolfgang Streitbörger