Kris Kristofferson: Feeling Mortal

Kris Kristofferson ist eine lebende Legende – und zwar eine echte! Er ist als Sänger ebenso erfolgreich wie als Schauspieler. Und natürlich als Songschreiber!
Mit „Mortal“ bekommen wir eine sehr persönliche Seite des mittlerweile 76-jährigen Kris Kristofferson geboten. Er klingt reif, manchmal gebrechlich-schleppend. Doch das tut der Kraft keinen Abbruch, die noch immer in jedem Ton hörbar wird. Er hat sie noch, die mentale Power, mit der er sich Gehör verschafft. Wie im ruhigen „You Don’t Tell Me What To Do“. Das sentimentale “Stairway To The Bottom” ist die Feststellung, dass man allein ist, wenn’s einem dreckig geht. Bezeichnend ist auch der Walzer “Bread For The Body”, in dem er über Jobs singt, die nichts bedeuten und Statussymbole, die niemand braucht.
Greg Leisz an der Slideguitar, Aaron Sterlings am zurückhaltenden Schlagzeug und Stan Hurley am Bass unterstützen die manchmal morbide, dann aber auch wieder hoffnungsvolle, kampfeslustige Stimmung.
Ein Album, auf das man sich einlassen muss, um es dann zu genießen.
Iris Paech