Jimmy C. Newman verstorben

Am Samstag, 21. Juni, ist Jimmy C. Newman im Alter von 86 Jahren verstorben.
Das „C“ in seinem Namen stand für Cajun, eine Musikrichtung, die der in High Point, Louisiana, geborene Jimmy Yves Newman im Blut hatte. Newman war der erste Cajun Musiker, der 1956 in die Grand Ole Opry in Nashville, Tennessee, aufgenommen wurde. Bis zu seinem Tod gab Newman immer noch regelmäßig Gastauftritte in der Opry.
Nach dem Tod seines Vaters musste der junge Jimmy die Schule verlassen und seine acht Schwestern und Brüder unterstützen. Sein Bruder Walter machte ihn mit Country Music bekannt, indem er immer Musik von der Carter Family und Jimmie Rodgers hörte. Jimmy gründete seine eigene Band und bekam bei KPLC TV in Charles, Louisiana, eine eigene Fernsehshow, in der sein Stil Country gemixt mit Cajun sofort sehr gut bei den Zuschauern ankam.
Newman wurde auch regelmäßig Gast in der damals sehr berühmten Louisiana Hayride Show.
Seine erste Berührung mit Nashville war ein Songschreibervertrag mit dem bekannten Musikverlag Acuff-Rose, der wiederum zu einem Plattenvertrag bei Dot Records führte.
Obwohl Newman in dieser Phase seiner Karriere hauptsächlich Country Songs aufnahm, gelang ihm als Songschreiber mit „Diggy Liggy Lo“ ein Hit, der Rusty & Doug Kershaw 1961 bis auf Platz 14 der Charts führte.
Jimmy C Newman entdeckte einen jungen Songschreiber namens Tom T. Hall und nahm seine ersten Songs auf. Mit „D.J. For A Day“ erreichte Jimmy C Newman den ersten Top Ten Hit für Tom T. Hall im Jahr 1964. Bis Ende der 60er Jahre nahm Newman noch etliche Kompositionen von Tom T. Hall auf und verbuchte so u. a. auch weitere 9 Charterfolge.
Newman wurde nie ein Star der ersten Reihe, war aber immer präsent, und blieb seinen Wurzeln aus Cajun & Country immer treu.
1991 bekam er mit seiner Ban Cajun Country gar eine Grammy Nominierung für das Album „Alligator Man“. Jimmy C Newman war neben der Grand Ole Opry auch Mitglied der Cajun Hall of Fame und der North American Country Music Associations International Hall of Fame.
Newman lebte bis zuletzt mit seiner Frau Mae auf einer großen Ranch in der Nähe von Nashville, wo die beiden u. a. Appaloosa Pferde züchteten.
Nach über 60 Jahren wird sein berühmtes „Aaii-eee!“ nun nur noch auf Tonträgern zu hören sein.