DVD: Sie nannten ihn Gringo

Die Handlung spielt 1895 im fiktiven Ort Silver Springs in den Black Hills von Dakota.
Sowohl Nord- als auch Süddakota waren zu jener Zeit erst seit wenigen Jahren Bundesstaaten der USA. Bei dem titelgebenden Gringo (Martin) handelt es sich nicht um den Helden des Films – im Gegenteil, er ist einer der Bösen, die im Auftrag des Anwalts Ken (Schmid) die Wagen des Unternehmers Martin (Tordy) überfallen. Ken will Tordy aus persönlichen Gründen ruinieren. Ken weiß überdies, dass es sich bei Gringo um Martins verschollenen Sohn handelt. Und nun kommt auch noch Mace (George) ins Spiel, der vom Gouverneur den Auftrag zur Aufklärung der Überfallserie erhielt. Damit ändert sich einiges. Mace konkurriert nun gegen Ken um die Gunst der schönen Lucy (Stewart), klärt einige Ungereimtheiten auf, wird nach der Ermordung des Sheriffs von den Bürgern zum neuen Ordnungshüter des Ortes gewählt, und kann zur späten Versöhnung zwischen Gringo und Martin beitragen. Und Lucy? Die bekommt er natürlich ebenfalls. Der Film erzielte vergleichsweise positive Kritiken, und lief unter dem Titel „Man Called Gringo“ sogar in den USA an. Den Titelsong singt übrigens die deutsche Formation „Die Rangers“ (u. a. mit Botho Lucas); das Lied erschien 1965 auch als Single (Columbia C 22 885), jedoch ohne nennenswerte Eindrücke in den Hitparaden zu hinterlassen.
Als Tonformate lassen sich Deutsch und Englisch in Dolby Digital 2.0 aufrufen, jedoch keine Untertitel. Das Bild zeigt ein Widescreen-Format, ist also auf 16:9-Monitoren bestens aufgehoben. Der  Original-Kinotrailer ist als Extra vorgesehen; es gibt dazu noch weitere Trailer für DVDs aus dem Haus Filmjuwelen. Das beiliegende, farbig illustrierte Booklet stellt den Film, seine Hintergründe und die Hauptdarsteller ausführlich vor.

Ulrich K. Baues