DVD: Der Senkrechtstarter

Schon der Beginn des Films reißt die Zuschauer mit, das nächtliche New York im Lichterglanz der achtziger Jahre, die fetzige Musik von Dolly Parton und ihrem „Tennessee Homesick Blues“, zwischendurch Kurzclips von Dolly beim Auftritt im Nachtclub „The Rhinestone“ (daher stammt der US-Filmtitel), kurz gesagt, die Erwartungen an den Spielfilm sind recht hoch. Es handelt sich also um ein New Yorker Etablissement, wo Country-Sängerin Jake (Parton) regelmäßig auftritt. Freddie (Leibman), der „Rhinestone“-Manager, baggert sie ständig an, bislang erfolglos. Sie schließen eine Wette ab, wonach Jake aus dem nächstbesten Passanten einen Country-Sänger machen soll. Gelingt es, dann entlässt Freddie sie aus ihrem Vertrag, doch wenn nicht, dann kann Freddie mit ihrer Gunst rechnen. Der besagte Nächstbeste ist der Taxifahrer Nick (Stallone), dem diese Wette nicht geheuer erscheint. Doch er erklärt sich zur Teilnahme bereit. Jake erkennt schnell die Unfähigkeit von Nick bezüglich Singens, und nimmt ihn daher mit nach Hause ins ländliche Tennessee. Hier lernt er von den Einheimischen, wie man als Country-Sänger spricht, singt, und sich bewegt. Der entscheidende Auftritt im „Rhinestone“ wird entgegen aller Erwartungen ein Erfolg, und aus Jake und Nick ein Paar. Unter den Tennesseans sieht man übrigens auch die beiden jüngeren Brüder von Dolly Parton, nämlich Randy und Floyd Parton. Leider fand der Streifen beim Kinopublikum nur wenig Resonanz. Und auch die Soundtrack-LP kam nicht so gut an, womöglich wegen Stallones nicht gut gelungener Gesangsbeiträge. Dollys Singleauskopplungen verbuchten dagegen damals mehr Erfolg, als der Film selbst. Sie landete mit dem bereits genannten „Tennessee Homesick Blues“ auf Platz 1 der Country-Charts, und mit „God Won’t Get You“ immer noch unter den Top Ten.
Die DVD bietet Deutsch und Englisch in Dolby Digital 2.0 Mono, und einzig deutsche Untertitel. Mit dem Bildformat 2,35:1 erzielt man auf 16:9-Bildschirmen die beste Wirkung. Als einziges Extra gibt es auf der Scheibe den Kinotrailer.

Ulrich K. Baues