Der nächste Urlaub kann kommen - ITB verhilft zu jeder Menge Anregungen

Beim Besuch der diesjährigen Internationalen Tourismus-Börse Berlin sammelte man erneut eine unglaublich große Menge an völlig unterschiedlichen Eindrücken. Die gegenüber dem Vorjahr wiederum gestiegene Zahl an Ausstellern und  Fach- sowie Messebesuchern zeigte den Veranstaltern, wie richtig sie mit ihrer Konzeption liegen. Mit diesem Rückblick bringen wir etwas Ordnung in die Vielfalt der Angebote. Das diesjährige Partnerland Mongolei präsentierte sich als ein – wie man sich überzeugen konnte – noch unbekanntes, doch zweifellos hochinteressantes Ziel für Urlaubsreisen. Dies gilt auch für weitere, bislang als exotisch angesehene Gebiete, wie Myanmar, Aserbeidschan, usw. Die Länder Süd- und Mittelamerikas stellten sich mit vielen bunten Ständen vor, führten Folklore vor und boten faszinierende Einblicke in die indianischen Kulturen. Aber auch die traditionellen Ferienziele der Deutschen fanden sich in den teils riesigen Ausstellungspavillons wieder, wie Österreich, Italien, Spanien, oder die Türkei. Insgesamt 186 Länder zeigten sich auf dieser Messe von ihren besten Seiten. Deutsche Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern oder Rheinland-Pfalz standen hier in nichts nach, und widmeten sich u. a. den Trends zu Wellness- oder Trecking-Urlaub.
Aber natürlich gab es auch die gerade für die Leser des Country-Mag besonders informativen Stände der USA. Nur zu gerne folgte man den freundlichen Aufforderungen wie VisitCalifornia oder VisitFlorida. Besonders Florida bot seine gesamte Palette an, beginnend mit Key West und den anderen Keys, über Miami, Clearwater, Orlando, Gainesville, bis nach Panama City Beach. Am urigen Strandhaus von Key West konnte man sich sogar mit einer Nachbildung des bekannten Southernmost Points (siehe Foto oben) fotografieren lassen. South Carolina präsentierte sich mit einem schönen eigenen Stand, und auch Texas zeigte Präsenz, wobei letztgenannte etwas enttäuschte – viele leere Stühle, wenige Prospekte, und nur selten Gelegenheit, jemanden anzusprechen. Die Möglichkeit, sich über Las Vegas ein Bild zu verschaffen, nutzten dagegen viele Besucher, und auch über den Rest von Nevada gab es ausreichend Informationen. Zu weiteren Staaten wie Kansas und Oklahoma hatten die Aussteller Gemeinschaftsstände organisiert, und konnten sich keinesfalls über mangelnden Zuspruch beklagen. Und über eine ganz andere Art, die USA zu besichtigen, gab es am Stand von Amtrak die nötigen Infos. Ob man nun von Küste zu Küste reisen will, oder eben deren weitere Angebote wie „Route 66 by Rail“, „Cowboys & Cajuns“, „Southern Hospitality“ oder „Music Cities of America“ nutzt – für jede denkbare Vorliebe ließe sich demnach auch eine Bahnfahrt in den luxuriösen Zügen einplanen, sogar bis nach Kanada hinein.
Trotz alledem dürfte es kaum jemanden überraschen, dass das Hauptaugenmerk wieder dem Angebot des tiefen Südens galt, wo die Vertretungen von Louisiana, Georgia, Mississippi, Alabama und Tennessee ihre Angebote bereit hielten. Was immer man dort im Urlaub plant – hier gab es die nötigen Informationen, Prospekte, Karten, und die entsprechenden Tipps obendrein. Nashville, Memphis, Atlanta, Montgomery, Jackson oder New Orleans, alles rückte plötzlich in erreichbare Nähe, und dürfte bei den kommenden Reiseplänen sicherlich ganz oben auf den jeweiligen Wunschlisten stehen. Und auch wer noch nie in den USA seinen Urlaub verbrachte, konnte beruhigt werden, denn seitens der US Homeland Security gab es einen eigenen Infostand, wo von freundlichen Mitarbeitern die nötigen Auskünfte zur Einreise erteilt wurden.

Text: U. K. Baues, Fotos: R. Gehring