CD: Story of Dakota – Ein ewiger Kreis

Eine ganz besondere Woche steht den zahlreichen Fans von „Winnetou“ bevor, nämlich die Ausstrahlung der Neuverfilmung auf RTL als Dreiteiler am 25., 27., sowie am 29. Dezember. Passend zu dieser geballten Ladung an Indianerromantik erschien soeben bei Electrola die CD „Ein ewiger Kreis“ von Story of Dakota. Nun wissen natürlich alle halbwegs mit dem Thema vertrauten Leser, dass Karl Mays Romanfigur „Winnetou“ eben nicht zu den Dakota-Indianern gehörte, sondern einen Häuptling der Apachen darstellte. Die Verbindung zwischen diesen beiden Welten soll wohl der Schlusstitel symbolisieren, eine etwas brutal aufgepeppte instrumentale Version der bekannten „Winnetou“-Melodie. Aber ansonsten keine Sorge, eintönige Trommelorgien wie bei manchen Indianermusik-CDs hört man bei den weiteren Songs nicht. Die Texte sind deutsch, anspruchsvoll, und zwischendurch wie beim Opener „Feuer“ mit einigen wenigen indianischen Begriffe angereichert. Hierfür steht bei Story of Dakota mit Robert Alan Packard sogar ein Mann mit indianischen Vorfahren zur Verfügung.
Die modernen Arrangements erinnern bisweilen eher an Titel der aktuellen deutschen Schlagerszene, wenn auch das Grundmotiv des Trommelns häufig vorhanden ist, wie in „Mach den Weg frei“ von Sasha di Capri. Johanna Schmidthals‘ klare und intensive Stimme dominiert dagegen bei den meisten anderen der insgesamt sechzehn Songs, so in „Geboren um Frieden zu geben“. Einer interessanten musikalischen Herausforderung stellten sich hier die Musiker, und können auf ein gelungenes Experiment zurückblicken. Einzig der bereits erwähnte „Winntou“-Beitrag wirkt gegenüber dem Sound dieses Albums irgendwie fehl am Platze. Im farbig illustrierten Booklet stehen sämtlich Texte, mehrere Fotos, ein Exkurs über die indianische Astrologie, sowie alle Produktionsnotiren.

Ulrich K. Baues