Buch: Theo Boone und der entflohene Mörder (Roman)

Mit dem fünften Roman aus der „Theo Boone“-Reihe knüpft Erfolgsautor Grisham an den Erstling „Theo Boone und der unsichtbare Zeuge“ (siehe Western Mail vom Mai 2011) an. Der Titelheld, also der weiterhin dreizehnjährige Theo Boone, entdeckt bei einem Schulausflug nach Washington in der U-Bahn per Zufall einen ihm bekannt erscheinenden Mann. Es handelt sich um denjenigen, der sich im ersten Buch nach Prozessende absetzte, und seitdem als mutmaßlicher Mörder seiner Ehefrau auf der Flucht vor der Justiz ist. Theo informiert daraufhin seinen Onkel Ike, der ihm sofort nach Washington folgt, und ihn unterstützt. Zusammen mit dem FBI versuchen sie den Verdächtigen in der U-Bahn erneut zu finden, allerdings vergeblich. Nur durch einen weiteren Zufall gelingt es in letzter Minute, den Verdächtigen auf dem Flughafen festzusetzen, just bevor er nach Miami und von dort nach Südamerika flüchten kann. Später wird der Prozess im heimischen Strattenburg in Virginia neu aufgerollt. Allerdings verfügt der Verdächtige über gute und einflussreiche Freunde, und sie schüchtern den einzigen Augenzeugen, einen Illegalen aus El Salvador, ein. Aber Theos Appell bringt ihn dazu, doch noch im Gerichtsgebäude zu erscheinen, um seine Aussage zu wiederholen. Daraufhin bekennt sich der Angeklagte schuldig, um der Todesstrafe zu entgehen. Theo und seinem Onkel steht damit die Belohnung von $100.000 zu. Ende gut, alles gut? Nein, denn der letzte Satz des Romans stammt von der Gegenseite, und lautet sinngemäß „für Rache ist es nie zu spät“.

Ulrich K. Baues