Buch: The Elvis Movies

Die knapp über dreißig Spielfilme, in denen Elvis Presley mitwirkte, dürften den meisten Lesern inzwischen ohnehin vertraut sein. Etliche Ausstrahlungen in den hiesigen TV-Sendern tragen auch heutzutage noch zu deren Bekanntheit bei. Seitens der Fachwelt und der Fans zieht sich ein gemeinsames Fazit durch so ziemlich alle Bewertungen: in der Mehrzahl dieser Streifen erkannte man deutlich, dass der „King“ völlig unterfordert war. Als Beispiele für Ausnahmen hiervon mögen der Western „Flaming Star“ oder das Drama „King Creole“ gelten. Autor Neibaur nimmt sich hier sämtliche Filme in chronologischer Folge vor, und beschreibt weniger den Inhalt, als die Umstände und Vorkommnisse im jeweiligen Produktionsverlauf. Elvis‘ Karrierezeit, also vor, während, und nach den Filmjahren, wird in eigenen Kapiteln wie „Elvis in the Army“ abgehandelt, sodass der Gesamtüberblick stets gewahrt bleibt. Zu jedem Film führt Neibaur sämtliche Produktionsdetails detailliert auf, wie kompletter Stab und Besetzung, Dreharbeiten, Filmstart, Veröffentlichungen des Soundtracks samt Plazierungen einzelner Songs und LPs in den Charts, US-Einspielergebnis, DVD-Verfügbarkeit, usw. Das Buch zeigt auch einige wenig bekannte s/w-Fotos, die im Rahmen von Dreharbeiten geschossen wurden, wie z. B. Elvis mit Shirley MacLaine und Dean Martin. Alle US-Filmplakate werden abgebildet, ebenfalls (leider nur) in s/w-Versionen. Den Abschluss bilden Neibaurs Blicke auf die beiden Konzertfilme „That’s the Way It Is“ und „Elvis on Tour“, sowie auf das im Fernsehsender NBC ausgestrahlte TV-Special von 1968, später mit dem Zusatz „Comeback“ versehen.

Ulrich K. Baues