Buch: Hot Dogs zum Frühstück (Roman)

Mit einem VW-Bus die Route 66 entlang – eine tolle Idee. Ramona stellt hier die treibende Kraft dar, sucht per Internet zwei Mitfahrerinnen, mit denen sie sich in Chicago an einer Straßenecke erstmals trifft, und losfährt. Unterwegs gabeln sie noch eine weitere Mitreisende auf. Vier völlig unterschiedliche Frauen fahren nun zusammen, und genießen den Trip. Originelle Momente und auch schlimme Situationen lassen die einzelnen Stationen der Fahrt nie langweilig werden. Die einzelnen Kapitel tragen Ortsnamen entlang der Strecke als Überschriften. Natürlich treffen sie auf genau vier Männer, die als Motorradfahrer dieselbe Strecke befahren. Da die vier Frauen allesamt – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen – ohne Männer unterwegs sind, sollte es doch passen. Man kreuzt Canyons, durchfährt verlassene Ortschaften, sucht den Rat eines indianischen Schamanen, und durchlebt manch ungewöhnliche Situation. Aber dann entwickeln sich die jeweiligen Schicksale, und es wird teils angenehm, teils romantisch, teils tragisch. Soviel sei verraten: die Autorin spendierte fast allen Beteiligten ein versöhnliches Romanende. Und die Route 66 wird natürlich bis zum Ende befahren, wenn sie auch lediglich als roter Faden fungiert. Wer denn schon einen Vorgeschmack auf eine ähnliche Tour sucht, wird hier bestens in Stimmung gebracht. Was man hier jedoch nicht erwarten sollte, sind Straßentipps oder Restaurantempfehlungen.

Ulrich K. Baues