Buch: Das Kalifornien Buch – Highlights eines faszinierenden Landes

Bei diesem großformatigen Buch liegt der Schwerpunkt ganz klar auf der Bebilderung. Geradezu sensationelle Aufnahmen von so unterschiedlichen Dingen wie Naturdenkmälern und Bauwerken prägen quasi sämtliche Seiten. Man wird nach flüchtiger Sichtung der ersten Blätter von der Menge der Motive fast erschlagen. Erst beim weiteren Lesen bzw. Betrachten fällt dann doch auf, das alles geordnet vorliegt, und zwar nach Regionen. Hier bietet gerade Kalifornien mit seinen rund 1200 km Länge und 400 km Breite ja nun mal nicht wenige. Nordkalifornien mit Orten wie Mendocino, Napa Valley, Sacramento oder dem Lake Tahoe wird dabei überwiegend durch Landschaftsaufnahmen vorgestellt. Im Kapitel für San Francisco kommen dann die Liebhaber erleuchteter Stadtcenter nicht zu kurz. Hier erhält der Leser durch ganzseitige – teils sogar ausklappbare – Abbildungen einen atemberaubenden Eindruck von dieser Metropole und ihren Bewohnern. Ein kurzer Rückblick auf das große Beben von 1906 vermittelt eine Vorstellung davon, was damals passierte und was alles passieren könnte. Es geht dann fotografisch den Highway 1 entlang, mit all seinen Schönheiten, und dann bietet das Buch Los Angeles mit allem drum und dran, also Hollywood, Walk of Fame, dazu Anaheim mit dem Disneyland, den Universal Studios, und allen anderen Attraktionen. Hat man diese urban geprägten Ziele langsam durchgearbeitet, geht es umgehend ins andere Extrem, nämlich in die Sierra Nevada und ins Tal des Todes. Hier dominieren solche Aufnahmen, wo man stets an irgendeinen Western erinnert wird. Es fehlen dann nur noch die Cowboys und Indianer, aber die wird man dann selber erleben wollen – das „Kalifornien Buch“ beeindruckt nämlich mit seinen bestechenden Bildern und den kurzen aber prägnanten Texten alle Leser, und vermutlich werden zukünftig viele Urlaubsziele nach der Buchlektüre „Kalifornien“ lauten.

Ulrich K. Baues